Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth
Aufbau des
Daten aus der Entwicklungsgeschichte:
Nachdem das Revier Salzdetfurth durch vier Tief-
Bohrungen, wovon drei kalifündig geworden sind, aufge-
ichlossen war, wurde im Juni 1896 mit dem Bau des
Schachtes I begonnen, und zwar an der Stelle, an der die
Tiefbohrung II am 4. September 1893 bei 197 m das Salz
angetroffen hatte. Der Schacht I hat eine Teufe von 920 m.
Schacht II wurde am 1, Juli 1907 auf dem Südflügel
les Sattels in 560 m querschlägiger Entfernung von
Schacht I angesetzt und bis 760 m Teufe nieder-
zebracht.
Schacht III wurde auf dem Nordflügel der Lagerstätte
in einer streichenden Entfernung von 1800 m von Schacht I
in den Jahren 1913 bıs 1915 bıs zur Endteufe von 859 m
zebaut.
Alle drei Schachtanlagen sind miteinander durch-
schlägig verbunden.
Gleichen Schritts mit dem Abteufen der Schächte
wurden die Tagesanlagen errichtet und diese 1922—1925
ainer durchgehenden Erneuerung und Modernisierung bei
zleichzeitiger Erweiterung der Leistungsfähigkeit unter-
zogen.
Im Grubenfelde sind zwei Kalisalzlagerstätten auf-
geschlossen worden; eine jüngere Lagerstätte in einer Teufe
von 625—866 m, deren obere Partie aus reinen sylvi-
Aischen Salzen mit einem mittleren Gehalt von 25% K,O0
ınd deren untere Partie aus reinem weißen Carnallit mit
einem mittleren Gehalt von 15% K,O besteht, sowie
3äner älteren darunterliegenden Lagerstätte, welche in der
Hauptsache normalen Camallit mit einem Gehalte von
10% K,O und Hartsalz von einem solchen von 15% K,0
aufweist. Die Faltungen des Salzgebirges bedingen einen
erheblichen Wechsel in Mächtigkeit und Fallen der beiden
Kalisalzlagerstätten, Zur Zeit wird nur die jüngere Lager-
stätte abgebaut.
._.. Die gesamten Betriebsanlagen stehen auf zeitgemäßer
Höhe, da zugleich mit der Modernisierung der Chlorkalium-
jabrik eine solche der Strom- und Dampferzeugung vor-
zenommen ist.
Ü
aternehmens.
Innerbalb der Kaliindustrie Deutschlands besitzt
jalzdetfurth eine Sonderstellung, da die geförderten
jalze besonders hochprozentig sind und geringere Ver-
rbeitungskosten verursachen und dadurch die Gesell-
chaft den relativ größten Gewinnanteil unter allen
nderen Kaliunternehmen hat. ;
Die Verknüpfung des Salzdetfurth-Konzern ist eine
ein aktienmäßige,
Bei Salzdetfurth ist der Stützpunkt der Aktien-
Majoritäten von Westeregeln Kali und Kali Aschers-
eben konzentriert, während bei den letzteren beiden
*esellschaften die Ahktien-Majorität von Salzdet-
arth liegt.
1927 entfielen auf den Salzdetfurth-Konzern an-
ähernd 25% der gesamten Kali-Erzeugung Deutschlands.
1928 Erwerb der Kaliquote der Halleschen Kali-
verke A.-G., Schlettau,
1929 Lt. Gen.-Vers,-Beschl. vom 10, Januar 1929
ırhöhte die Gesellschaft ihr Stamm-Aktien-Kapital um
Imk, 12 Mill, auf Rmk. 28 Mill., das Vorzugs-Aktien-
<apital um Rmk. 75000.— auf Rmk. 175 000.—.
jämtliche neuen Stamm- und Vorzugsaktien wurden
len alten Aktionären im Verhältnis 4:3 zu pari an-
’eboten.,
Im Wege gegenseitiger Beteiligung haben die
Caliwerke Salzdetfurth A.-G, mit den Kaliwerken
‚schersleben, Aschersleben, und den Consolidirten
ıAlkaliwerken A.-G., Westeregeln, einen Großkonzern
‚ebildet, der nahezu ein Viertel der Gesamtbeteiligung
m Absatz des Kalisyndikats umfaßt. Die Beteiligung
ıntereinander ermöglicht eine zweckentsprechende
/erteilung der Arbeit und rentablen Austausch der
len einzelnen Werken zustehenden Quoten. Die Ein-
zeitlichkeit in der Leitung des Gesamtkonzerns ist
ladurch gewährleistet, daß die Generaldirektoren von
\schersleben und Westeregeln gleichzeitig General-
lirektoren der Kaliwerke Salzdetfurth sind, was sie
efühigt, dem Konzerngedanken zur Durchführung zu
rerhelfen.
Betriebsbeschreibuneg.
Grundbesitz:
Die der Gesellschaft gehörenden Grundstücke haben eine Größe von 618 502 qm. wovon 235320 qm bebaut
jder mit Betriebsanlagven belegt sind.
Werke
Werke des Salzdetfurth-Konzerns
Jesetzl. Quoten UÜehernommene Quoten
/oa
Gesetzl. Quoten
0
UVebertrag: 25.9991
YNallesche Salzwerke . . . 83.7270
Saale, Gew. . ...... . , . 3.0085
Mansfeld- u, Einigkeit-Ant. . . 0.7605
Anteil an den Mansfeld- und Einig-
keit-Quoten . . 0.0.0.0... 2,9409
Insgesamt Salzdetfurth-Konzern: 36.4360
Salzdetfurth
DO
UT
6.2865
5.7355
5.4782
3raunschweig-Lüneburg
Grasleben . .
Heidwinkel
18.5002
3.9964
‚ . 3.5025 7.4989
Vebertrag: 25.9991
1, Kaliwerke Salzdetiurth.
Grubenfelder: Der Felderbesitz beträgt etwa 40428 000 qm
(ohne Gewerkschaft Braunschweig - Lüneburg),
beruhend auf im Jahre 1890 abgeschlossenen hundert-
jährigen Salzgewinnungsverträgen. Er lieot in den Ge-
narkungen: Salzdetfurth, Detfurth, Fünfberge, Söder,
Tackenstedt, Wehrstedt, Breinum, Almstedt, Segeste,
7etze, Söhre und Egenstedt der Kreise Marienburg 1. H.,
\lteld und Gronau in der Provinz Hannover.