Full text: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft 
Die Gewerkschaften Baden und Markgräfler sind 
Sylvinitwerke; sie verfügen über eine Doppelschacht- 
anlage und Fabrikanlage. Die Gewerkschaft Burbach 
‘ördert Kalirohsalze und Steinsalz. 
Alle übrigen Schächte stehen in Reserve oder 
ind bis Ende 1953 stillgelegt. 
Die Burbach-Kaliwerke einschließlich ihrer Be- 
;eiligungen verfügen heute insgesamt über 
31 Kaliwerke mit 88 Schächten; 
7 in Betrieb befindliche Chlorkaliumfabriken; 
2 Salinen und Erzeugungsstätten für Steinsalz, 
Brom, Bromsalz, Chlormagnesium und Bittersalz. 
Die gesamte Beteiligung der Werke am Kali- 
Absatz beläuft sich auf 186.1235 Tausendstel, daneben 
sind die Konzernwerke am Absatz der Neben- 
orodukte wie Steinsalz, Siedesalz, Brom, festes Chlor- 
nagnesium, Chlormagnesiumlauge, Bittersalz beteiligt. 
A, Betriebswerke. 
‘. Werk Krügershall. 
„age der Felder: In den Gemarkungen Wansleben, 
Köchstedt, Bennstedt, Eisdorf, Langenbogen, mark- 
scheidend mit den Halleschen Salzwerken, Salz- 
münde und Neu-Mansfeld. 
Größe der Gerechtsame: 5 preuß. Normalfelder gleich 
11067 724 qm. 
Schächte: 1 Förderschacht, begonnen 1905, Tiefe 
674 m. 
Zweischachtfrage: durch einen Querschlag nach dem 
benachbarten Salzmünde gelöst. 
Grundbesitz: 436 349 am. 
2. Werk Volkenroda-Pöthen, Menteroda, 
Lage der Felder: Land Thüringen, Kreis Sonders- 
hausen, Gemarkungen Klein-Keula, Menteroda, 
Holzthaleben, Urbach, Ober-Mehler, Körner und 
Volkenroda, markscheidend mit Glückauf-West. 
Größe der Gerechtsame: 57200000 qm. 
Schächte: 3 Schächte, begonnen 1906, Teufe von 
1002 m. 
Zweischachtfrage: Die Schächte sind untereinander 
verbunden. 
3. Werk Niedersachsen. 
Lage der Felder: Gemarkungen Wathlingen, an- 
grenzende Teile von Hänigsen und Klein - Eick- 
lingen, Landkreis Celle, markscheidend mit Riedel. 
jröße der Gerechtsame: 8 preuß. Normalfelder gleich 
17517000 qm bei einer Breitenausdehnung von 
3,5 km und einer Längenausdehnung von 5 km. 
Das Grubengelände ist arrondiert, Ferner wurden 
noch die bergbaulichen Rechte in einer Anzahl an- 
grenzender Grundstücke gesichert und damit das 
Grubenfeld auf insgesamt 9 preuß. Normalfelder 
ryleich 20518471 am erweitert. 
}. Werke Siegfried-Giesen und Siegfried 
vage der Felder: In den Gemeinden Groß- und Klein- 
Giesen im Landkreise Hildesheim, markscheidend 
Zweischachtfrage: wurde gemeinsam mit dem benach- 
Barnten. 
Größe der Gerechtsame: 10955 100 am. 
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1906. Tiefe 765 m. 
3, Werk Rössing-Barnten. 
Lage der Felder: In den Gemarkungen Rössing und 
Barnten, ferner in einem Teile der Gemarkungen 
Groß-Giesen und Giften, markscheidend mit Sieg- 
„Tried-Giesen und Glückauf-Sarstedt. 
Sröße der Gerechtsame: 3 preuß. Maximalfelder gleich 
„7338800 qm. 
Pörderung: Kalirohsalze, die zur Verarbeitung auf 
\inlagen: Chlorkaliumfabrik mit rd. 8000 dz täglicher 
Rohsalzverarbeitung, Sulfatfabrik, Brom- und Brom- 
zaliumfabrik, Aethylendibromid - Fabrik, Chlor- 
magnesiumfabrik, Bittersalzfabrik, Saline, Schacht- 
zebäude mit 1 Förderanlage, 2 Kesselhäuser, Lult- 
verflüssigungsanlage, elektr. Zentrale, Ventilatoren- 
vebäude, Werkstätten und Magazine, Laboratorium, 
Bergarbeiterkauen, Wasserversorgungsanlage, Werk- 
ra mit Anschlußgleis nach Station Teutschen- 
chal. 
ijuser: 9 Beamtenwohnhäuser, 8 Arbeiterwohn- 
ıäuser, 3 Ledigen- und Unterkunftshäuser, 1 Ver- 
yaltungsgebäude. 1 Portiergebäude. 1 Kantine. 
Grundbesitz: 682 558 qm. 
Anlagen? Rohsalzmühle, umfangreiche Lagerhäuser, 
Chlorkaliumfabrik, Kesselhaus mit 14 Dampftkesseln 
mit insgesamt 1400 qm Heizfläche, elektr. Zentrale 
mit einer Leistung von 5000 PS, Bahnanschluß. 
Jäuser: ‚1 Verwaltungsgebäude, 51 Beamten- und 
Arbeiterwohnhäuser. 
ichacht: 1 Schacht, Teufe 800 m, begonnen 1906, 
mit Fürstenhall, Glückauf-Sarstedt und Rössing- 
barten Riedel gelöst. Der Durechschlag erfolgte in 
der 525-m-Sohle. 
jrundbesitz: 396 826 qm. 
\nlagen: Chlorkaliumfabrik, eingerichtet für eine 
Rohsalzverarbeitung von ca. 10000 dz täglich, 
Lagerhäuser, elektr. Zentrale, Mühle, Eisenbahn- 
Anschluß nach Station Ehlershausen. 
ıäuser: 48 Arbeiter- und Beamtenwohnhäuser mit 
172 Wohnungen. 
(Hesen IX. 
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Ver- 
bindung nach Fürstenhall. 
Grundbesitz: 384073 qm. 
Anlagen: Chlorkaliumfabrik mit Einrichtung zur 
Herstellung von schwefelsauren Salzen, Rohsalz- 
mühle, elektrische Zentrale, Anschlußbahn. 
jäuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser. 
hochprozentige Fabrikate an Siegfried-Giesen gehen, 
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Tiefe 775 m. 
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Ver- 
bindung mit Siegfried-Giesen, 
zrundbesitz: 137 621 qm. 
inlagen: Die fabrikatorische Verarbeitung der Kali- 
aalze erfolet auf Siegfried-Giesen.
	        
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