Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft
Die Gewerkschaften Baden und Markgräfler sind
Sylvinitwerke; sie verfügen über eine Doppelschacht-
anlage und Fabrikanlage. Die Gewerkschaft Burbach
‘ördert Kalirohsalze und Steinsalz.
Alle übrigen Schächte stehen in Reserve oder
ind bis Ende 1953 stillgelegt.
Die Burbach-Kaliwerke einschließlich ihrer Be-
;eiligungen verfügen heute insgesamt über
31 Kaliwerke mit 88 Schächten;
7 in Betrieb befindliche Chlorkaliumfabriken;
2 Salinen und Erzeugungsstätten für Steinsalz,
Brom, Bromsalz, Chlormagnesium und Bittersalz.
Die gesamte Beteiligung der Werke am Kali-
Absatz beläuft sich auf 186.1235 Tausendstel, daneben
sind die Konzernwerke am Absatz der Neben-
orodukte wie Steinsalz, Siedesalz, Brom, festes Chlor-
nagnesium, Chlormagnesiumlauge, Bittersalz beteiligt.
A, Betriebswerke.
‘. Werk Krügershall.
„age der Felder: In den Gemarkungen Wansleben,
Köchstedt, Bennstedt, Eisdorf, Langenbogen, mark-
scheidend mit den Halleschen Salzwerken, Salz-
münde und Neu-Mansfeld.
Größe der Gerechtsame: 5 preuß. Normalfelder gleich
11067 724 qm.
Schächte: 1 Förderschacht, begonnen 1905, Tiefe
674 m.
Zweischachtfrage: durch einen Querschlag nach dem
benachbarten Salzmünde gelöst.
Grundbesitz: 436 349 am.
2. Werk Volkenroda-Pöthen, Menteroda,
Lage der Felder: Land Thüringen, Kreis Sonders-
hausen, Gemarkungen Klein-Keula, Menteroda,
Holzthaleben, Urbach, Ober-Mehler, Körner und
Volkenroda, markscheidend mit Glückauf-West.
Größe der Gerechtsame: 57200000 qm.
Schächte: 3 Schächte, begonnen 1906, Teufe von
1002 m.
Zweischachtfrage: Die Schächte sind untereinander
verbunden.
3. Werk Niedersachsen.
Lage der Felder: Gemarkungen Wathlingen, an-
grenzende Teile von Hänigsen und Klein - Eick-
lingen, Landkreis Celle, markscheidend mit Riedel.
jröße der Gerechtsame: 8 preuß. Normalfelder gleich
17517000 qm bei einer Breitenausdehnung von
3,5 km und einer Längenausdehnung von 5 km.
Das Grubengelände ist arrondiert, Ferner wurden
noch die bergbaulichen Rechte in einer Anzahl an-
grenzender Grundstücke gesichert und damit das
Grubenfeld auf insgesamt 9 preuß. Normalfelder
ryleich 20518471 am erweitert.
}. Werke Siegfried-Giesen und Siegfried
vage der Felder: In den Gemeinden Groß- und Klein-
Giesen im Landkreise Hildesheim, markscheidend
Zweischachtfrage: wurde gemeinsam mit dem benach-
Barnten.
Größe der Gerechtsame: 10955 100 am.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1906. Tiefe 765 m.
3, Werk Rössing-Barnten.
Lage der Felder: In den Gemarkungen Rössing und
Barnten, ferner in einem Teile der Gemarkungen
Groß-Giesen und Giften, markscheidend mit Sieg-
„Tried-Giesen und Glückauf-Sarstedt.
Sröße der Gerechtsame: 3 preuß. Maximalfelder gleich
„7338800 qm.
Pörderung: Kalirohsalze, die zur Verarbeitung auf
\inlagen: Chlorkaliumfabrik mit rd. 8000 dz täglicher
Rohsalzverarbeitung, Sulfatfabrik, Brom- und Brom-
zaliumfabrik, Aethylendibromid - Fabrik, Chlor-
magnesiumfabrik, Bittersalzfabrik, Saline, Schacht-
zebäude mit 1 Förderanlage, 2 Kesselhäuser, Lult-
verflüssigungsanlage, elektr. Zentrale, Ventilatoren-
vebäude, Werkstätten und Magazine, Laboratorium,
Bergarbeiterkauen, Wasserversorgungsanlage, Werk-
ra mit Anschlußgleis nach Station Teutschen-
chal.
ijuser: 9 Beamtenwohnhäuser, 8 Arbeiterwohn-
ıäuser, 3 Ledigen- und Unterkunftshäuser, 1 Ver-
yaltungsgebäude. 1 Portiergebäude. 1 Kantine.
Grundbesitz: 682 558 qm.
Anlagen? Rohsalzmühle, umfangreiche Lagerhäuser,
Chlorkaliumfabrik, Kesselhaus mit 14 Dampftkesseln
mit insgesamt 1400 qm Heizfläche, elektr. Zentrale
mit einer Leistung von 5000 PS, Bahnanschluß.
Jäuser: ‚1 Verwaltungsgebäude, 51 Beamten- und
Arbeiterwohnhäuser.
ichacht: 1 Schacht, Teufe 800 m, begonnen 1906,
mit Fürstenhall, Glückauf-Sarstedt und Rössing-
barten Riedel gelöst. Der Durechschlag erfolgte in
der 525-m-Sohle.
jrundbesitz: 396 826 qm.
\nlagen: Chlorkaliumfabrik, eingerichtet für eine
Rohsalzverarbeitung von ca. 10000 dz täglich,
Lagerhäuser, elektr. Zentrale, Mühle, Eisenbahn-
Anschluß nach Station Ehlershausen.
ıäuser: 48 Arbeiter- und Beamtenwohnhäuser mit
172 Wohnungen.
(Hesen IX.
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Ver-
bindung nach Fürstenhall.
Grundbesitz: 384073 qm.
Anlagen: Chlorkaliumfabrik mit Einrichtung zur
Herstellung von schwefelsauren Salzen, Rohsalz-
mühle, elektrische Zentrale, Anschlußbahn.
jäuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.
hochprozentige Fabrikate an Siegfried-Giesen gehen,
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Tiefe 775 m.
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Ver-
bindung mit Siegfried-Giesen,
zrundbesitz: 137 621 qm.
inlagen: Die fabrikatorische Verarbeitung der Kali-
aalze erfolet auf Siegfried-Giesen.