Full text : Die deutsche Kali-Industrie 1930

KALI-CHEMIE AK ı JENGESELLSCHAFT
(irüher Kaliwerke Neustaßfurt - Friedrichshall)

Sitz der Verwaltung: Berlin NW 7. Reichstagsufer 10.

Gründung:
Die Kali-Chemie Aktiengesellschaft ist im Jahre
1899 unter der Firma „Kaliwerke Friedrichshall
Aktiengesellschaft“ gegründet worden. Die Firma
wurde mit Rücksicht auf die Erwerbung der qualiizierten
 Mehrheit der Kuxe der Gewerkschaften Salzoergwerk
 Neu-Staßfurt I und Salzbergwerk Neu-Staßfurt
 II vemäß Generalversammlungsbeschluß vom

Gegenstand des Unternehmens:
Erwerb und Betrieb von Bergwerken, namentlich
lie Gewinnung, Aufbereitung, Verarbeitung und Verwertung
 von Salzen und sonstigen Bodenschätzen
jeder Art und die ‚Vornahme aller Handlungen, welche
N derartigen Geschäftsbetrieben in Verbindung
stehen.

Vorstand:
Generaldirektor Konsul Dr.-Ing, e. h. Theodor Feise,
Berlin;
Direktor Dr. Fritz Rothe, Berlin;
Direktor C. Adolf Clemm., Berlin

Aufsichtsrat:
Iscar Wassermann, Mitglied des Vorstandes der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschalft,
Berlin, Vorsitzender;
Dr, Kurt Poensgen, Teilhaber des Bankhauses
B. Simons & Co., Düsseldorf, stellv. Vorsitzender;
Dr. Th. Goldschmidt, Generaldirektor der Firma
Th. Goldschmidt A.-G., Essen;
Dr. jur. Georg Hirschland, Teilhaber des Bankhauses
Simon Hirschland. Easen:

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 91. Dezember.

Reingewinn:
Von dem nach der Bilanz sich ergebenden Rein-Yewinne
 werden jährlich zu dem gesetzlichen Reserve-[onds,
 solange derselbe den zehnten Teil des Grundkapitals
 nicht überschreitet, mindestens 5 % abgeführt,
sodann die zur Bildung oder Ausstattung besonderer
Rücklagen etwa bestimmten Beträge entnommen.
Daraufhin wird ein Betrag von 4% des eingezahlten
Grundkapitals zur Gewinnverteilung unter die
Aktionäre bestimmt. Von dem dann verbleibenden

Zahlstellen:
Berlin:
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft,
Reichsbank,
Postscheckkonto Nr. 636:

30. August 1921 in „Kaliwerke Neu - Staßfurt
"riedrichshall Aktiengesellschaft‘“ und anläßlich der
j‚achstehend erwähnten Uebernahme der Rhenania-<unheim
 Verein Chemischer Fabriken Aktiengeseli-.chaft
 gemäß Generalversammlungsbeschluß vom
i. Sp tere 1928 in „Kali-Chemie Aktiengesellschaft“
reändert.

Die Gesellschaft kann Bergwerkseigentum, Grund-:;igentum
 und jede Art von Gerechtsamen erwerben
ınd veräußern, Fabrikibetriebe jeder Art unternehmen
ınd sich bei Unternehmungen anderer in jeder ihr
zut scheinenden Weise beteiligen, auch Handelsreschäfte
 jeder Art abschließen.

Stellvertretende Vorstandsmitglieder:
Direktor Joachim Fintelmann, Berlin;
Jirektor Christian Ritz, Berlin;
Direktor Dr. Friedrich Rüsbere, Berlin.

Dr.-Ing. e. h. Ernst Poensgen, Vorstandsmitglied. der
Vereinigte Stahlwerke 1A.-G., Düsseldorf;
Rechtsanwalt Dr. H. Schmidt I, Hannover;
Fabrikbesitzer Dr. Werner Schmidt in Firma Reinhart
Schmidt GG, m, b. H., Elberfeld;
Dr. Kurt Weigelt, stellv. Vorstandsmitglied der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft,

Generalvrersammlung:
je nom. Rmk, 100.— Stammaktien 1 Stimme.

Rest werden 10% Gewinnanteil gemäß 8 245 HGB.
ın die Mitglieder des Aufsichtsrates dergestalt ver-‚eilt,
 daß davon der Vorsitzende zwei Anteile und
edes andere Mitglied einen Anteil erhält, und endlich
vird der dann verbleibende Ueberschuß als weiterer
tewinn unter die Aktionäre verteilt, soweit die
}eneralversammlung nicht etwa anderweitig darüber
yeschließt.

Düsseldorf:
B. Simons & Co.;
Essen:
Simon Hirschland;
Hamburg:
Simon Hirschland.
            
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