Full text : Die deutsche Kali-Industrie 1930

Deutsche Solvay-Werke, Aktiengesellschaft, Bernburg

Die Produktion der Gesellschaft umfaßt Sodaprodukte
 (kalzinierte Soda, kaustische Soda — Aetznatron,
 Natriumkarbonat, ‚Kristallsoda, Salmiak),
Kalisalze, Kaliprodukte und Kalinebenprodukte,
Steinsalz und Siedesalz, Chlorprodukte und Wasserstoff,
 Portlandzement, Braunkohle,
Mengenmäßig ist in der Sodaproduktion der
Deutsche Solvay-Werke A.-G. gegenüber 1913 keine
erhebliche Steigerung eingetreten, was sich insbesondere
 aus dem verlorenen Absatzgebiet der zwei
zw. drei Fabriken erklärt.
Der Anteil der Gesellschaft im Sodasyndikat liegt
U 65 %, ihr Anteil im Aetznatronsyndikat unter
10 %.
Die auch von der Gesellschaft aufgenommene
Rationalisierung hat sich weniger auf die bis ins
>inzelne weitest möglich durchgearbeitete . Sodalabrikation
 selbst als auf ihre Nebenbetriebe, z. B. den

Calksteinbruch und den Solebergwerksbetrieb, be-‚ogen.
 In diesem Zusammenhang ist besonders
ıjervorzuheben, daß die Selbsterzeugung von
talzinierter Soda in der Aetznatronfabrik Würselen
ingestellt ist (die Soda wird jetzt von Rheinberg
ıach Würselen geliefert) und, wie bereits erwähnt,
lie Osternienburger Produktion des so lange aus
3ernburger Soda hergestellten Aetznatrons nach
bernburg verlegt worden ist. Als Rationalisierungsnaßnahme
 darf auch der Umbau der Chlorkaliumabrik
 in Sovayhall sowie die Einrichtung modernster
feuerungsanlagen in den Fabriken bezeichnet
verden.”)

*) vgl. Ausführungen des Sachverständigen Herrn
äeh. Regierungsrat a, D. Dr. Eilsberger (D. 8. mw im
3ericht des Enquete-Ausschusses (III. Unterausschuß)
an „Toutsche Chemische Industrie‘, Berlin 1980,
Ss, %

Feldbesitz.
Die Gesellschaft besitzt 7 Grubenfelder zwischen besitz ist zum Abbau aufgeschlossen.
Bernburg, Alsleben (Saale) und Güsten auf Kalisalze Zahlreiche Normalfelder auf Steinsalz und Kohle
und Steinsalz bzw. Sole mit 14000000 qm Flächen- m linksrheinischen Teile des Regierungsbezirkes
inhalt; hiervon ist ein Solefeld noch unverritzt, Von Düsseldorf, Dieselben sind konsolidiert zu den Berglen
 5 konsolidierten Grubenfeldern mit einer Größe werken Borth I m. II, Doppelschachtanlage zur Gevon
 10000000 qm ist etwa ein Elftel der Fläche in winnung von Kalisalzen, Steinsalz, Sole und Stein-Abbau
 genommen, aber erst teilweise verhauen. zohle und Wallach I u. II, Doppelschachtanlage zur
Bei Peißen (Saalekreis) besitzt die Gesellschaft Gewinnung von Kalisalzen, Steinsalz und Sole mit
ein Kali- und Steinsalzbergwerk; 2000000 qm Feld- ‘nem Gesamflächeninhalt von etwa 175000000 am.

Werke

Solvayhal IL...
Solvayhall I...
Solvay in Preußen .
Plömnitz I...

Kal’ TVYorke des Deutsche
Gesetzl.
Quote
"/oo
56129
4.9394
4.4903
„2. _ 8.5928
Debertrag: 18.6349

*97 00 Wart e-Konzerns
Gesetzl.
Werke Quote
"oo
UVebertrag: 18.6349
Plömnitz II... 0.00.00.0000.0.0. 40 40 40, 8,3678
Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten 2.4338
Insgesamt Solvay-Werke 24.4365

Beteiligungen.

Die D.S. W, sind an einer Reihe anderer Unteraehmungen
 beteiligt. Sie besitzen die Aktiengesamtheit
 der Werra-Werke A,-G., Eisenach, die lediglich
kalzinierte Soda herstellt.
Weiter bestehen Beteiligungen an der Kaliwerke

Salzdetfurth A.-G., Salzdetfurth, an der Gewerkschaft
Consolidierte Braunkohlengrube Georg‘ in Königsaue,
an den Gewerkschaften Einigkeit I bis III in Ehmen
bei Fallersleben und an den Gewerkschaften Siegiried
 I und II in Vogelbeck bei Salzderhelden.

Beschäftigte: 1913 1925 1926 © 1927 1928 1929
Arbeiter ...... 5036 6069 5404 5418 5666 5820
Angestellte . . 441 663 639 609 617 630

Dividenden | 1924 | 1925 | 1926 ! 1927 | 1928 | 1929
RT N NN TUT

Soll

Unkosten der Zentrale
Reingewinn. .. .

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31. 12. 1926 |

31. 12. 1927 ' 381.12, 1928 | 31. 12, 1929

2074418.17 | 1829665.78 | 1684 903.45
= 1. 6442105.— | 6442105.—
1428984.94 | 2074418.17 | 8271770.73 | 8127008.45
            
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