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Der Anteil der Maurerlehrlinge und der jugendlichen Gesellen
an der Gesamtzahl der Maurer ist am größten in den Bezirksverbänden
Hannover/Bremen, Magdeburg/Erfurt; hier ist nahezu ein
Viertel aller Maurer unter 20 Jahre alt. Der Anteil ist am niedrigsten
im Bezirksverband Königsberg, wo nur wenig mehr als 14 % der
Maurer das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. An zweiter
Stelle steht München mit 15 %, dicht darauf folgen die großstädtischen
Bezirke Berlin und Hamburg, wo der Anteil der Jugendlichen nicht
ganz 17 % beträgt, sowie Dresden mit etwa 19%. In den drei letztgenannten
Bezirken ist umgekehrt der Anteil der über 50jährigen
Maurer an .der Gesamtzahl verhältnismäßig hoch. Er beträgt im
Bezirk Dresden 25,7 %, in Berlin 24,6 %, in Hamburg 23,1 %.
Vergleicht man die Zahl der älteren Maurer mit der Zahl der
Gesellen im Alter von 20 bis 50 Jahren, so kommen im Reichsdurchschnitt
auf je 100 Gesellen im mittleren Alter 32 ältere Maurer (über
50 Jahre). In den Großstädten ist das Verhältnis sogar 100 :45. Für
die einzelnen Bezirksverbände ergeben sich folgende Verhältniszahlen
für die auf je 100 Gesellen mittleren Alters entfallenden
Maurer über 50 Jahre:
Dresden ..... 46
Berlin. .... ‘9%
Rostock. .... 2.
Hamburg ......38
Magdeburg/Erfurt 36
München. ..... 27
Stuttgart ......27
Königsberg .... 25
Köln/Dortmund . . 25
Nürnberg .....24
Die Gründe der verschiedenen Alterszusammensetzung der
Maurer in den Bezirksverbänden sind nicht so leicht zu übersehen;
sie stehen sicherlich im Zusammenhang mit der Altersgliederung der
gesamten erwerbstätigen Bevölkerung des betreffenden Gebiets. So
pflegen in Zuwanderungsgebieten die mittleren Altersklassen verhältnismäßig
stark vertreten zu sein, Dies trifft zum Beispiel für die
Bezirke Köln/Dortmund zu; hier ist die Zahl der älteren Maurer im
Verhältnis zur Zahl der Maurer in den mittleren Jahren verhältnismäßig
gering. Wenn sich ähnliche Verhältniszahlen auch für vorwiegend
ländliche Bezirke mit größerer Abwanderung — zum Beispiel
für Südbayern, Ostpreußen und Pommern — ergeben, so dürfte
dies darauf zurückzuführen sein, daß in den ländlichen Gebieten
verhältnismäßig viele Personen noch nach Beendigung des 18. Lebensjahres
in die Lehre eintreten. Andere wieder scheiden vor Beendigung
des 50. Lebensjahres aus dem Baugewerbe aus, weil sie sich
Hannover/Bremen 31
Steitin. .......29
Karlsruhe .....29
Frankfurt .....28
Breslau ....... 27