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Weinlagen. Aigle an der Grande Eau ist zum großen
Teil aus dem dunklen Marmor der benachbarlen Brüche
von St. Triphon erbaut. Nahe der Talenge von St.
Maurice liegt am Avanxon der Kurort Bex mit der
ältesten Saline der Schweiz (Jahresertrag 45000 q)
und besuchten Soolbätern.
Aus den Tälern des Waadtländer Oberlandes Obciian»
brechen die Alpenflüßchen in einer Stufe zum Rhonetat
hinaus. Das einst verlehrsentlegene Hirtenland ent
wickelt sich neueidings mit zahlreichen Fremdenorten zur
Kurlandschaft. Eine elektrische Bahn von Bex nach den
Scmmer- und Wintertu,orten Billars und Ehe-
sie res erschließt das Tal des Avan^on, dessen Quell
flüsse vom Grand Moeveran 3001 in herabsteigen. Der
Mittelpunlt des Tales ist Gryon. Hoch über der
Grande Eau breitet sich der sonnige und nebelsreie
Lungenknrort Leysin aus; das Tal von Ormont
dessus wurzelt in der von mächtigen Plateauglelschern
bedeckten Bergmasse der Diablerets 3246 m und steht
durch die Pillonstraße mit dem bernischen Saanenland
in Berbindung. Aus dem untern Ormonttal führt die
Straße von Les Mosses zum eigentlichen Pays d'en Haut,
dem waadtländischen Saanetal, dessen Mittelpunkt Cha
teau d'Oex an der Montreux-Berneroberland-Bahn
als Sommer und Winterkurort bekannt ist.
Genf.
Das zwischen sanft geböschten Ufergeländen ein- Landschaft
geengte Südwestende des Genfersees, der Petit Lac,
dringt tief in die Landschaft von Genf ein, die von
rechtwinklig aufeinanderstoßenden Bergzügen umschlossen
wird. Dein Seeufer parallel verläuft im Hintergrund
die bewaldete, einförmige Jurakette, die als gelinge An
schwellung den Eiet de la Neige 1723 in trägt; am
Grand Credo 1624 m fällt sie jäh zum Rhone
durchbruch von Fort de l'Ecluse ab. Jenseits der Rhone