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Ferggervereins suchte nach kurzer Frist um Gnade nach, bat
um Wiederaufnahme der Ausgeschlossenen in den Verband unter
dem Versprechen, die Protestation zurückzuziehen und die auf
den Bücheruntersuch bezüglichen Punkte der Petition fallen zu
iassen. Ans dieser Vasis wurde dann Friede geschlossen, nach
dem die Verbandsantorität im Kampfe Sieger alls der ganzen
^inie geblieben war lind die Renitenz einen nicht gerade ehren-
iwüm. mitrdat ,mißte, gib btc ber
übrigen Klagepnnkte wurde eine Spezialkommission niedergesetzt.
Dieselbe prvpvnirte, die Ferggerprvvision proportional zu
gestalten mit der Basis von 6—7 °/ 0 , welche bei Minmallvhn-
waare den 2 (it. entsprochen hätte, bei Waaren zu höheren
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1,1,11 bte Fergger selber, welche lieber beim Alten bleiben
tuoUten und damit ihrer schon erlittenen Niederlage das Siegel
aufdruckten. Die Ferggerfrage hatte von dort an so ziemlich
Ruhe bis zum Jahre 1890, in welchem sie neuerdings anf-
tauchte, ohne besondere Wellen zu werfen. Die Delegirten-
versannnlnng vom 1. August beließ die Maximalprovision auf
2^Ct. per 100 Stich bei Minimallohnwaare, nahm aber des
Weitern die Bestimmung an: „Wenn die Waarenansgabe zu
einem í^emi ^eife erfolge, so M ber geiler mißerbcni im
^(1^11111111 bte ßüifte bcë lìllt^^^^iebcë ^tutì^^^^ bem mm,ml,
ļohn und dem Ausgabepreis beanspruchen. Die laut Muster-
klassifikation zu bezahlenden Zuschlagstaxen kommen dem letzten
Waarenübernehmer unverkürzt zu."
Im November desselben Jahres machte man neuerdings
einen Versuch, die Provision nach dem prozentualen System
zu regeln; zugleich wurde proponirt, den Fergger mit 10"/..
au den Abzügen zu betheiligen, welche ihren Arbeitnehmern
vvm Kaufmann gemacht werdet,. Man hoffte dadurch die
Fergger einestheils mehr als bisher daran zu intcressiren,
baß ihre Sticker fehlerfreie Waare liefern, anderseits sie zu
zwingen, etwas weniger gleichgültig Abzügen gegenüber zu