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Wilhelm Lauswaldt
Königl. Kommerzienrat
Firma: Zoh. Gottl. Lauswaldt
Zweiter Vorsteher der Kaufmannschaft
vom 3. November 1889 bis zum Ende Dezember 1898
Quelle: Archiv der Landelskammer und persönliche Erinnerungen.
Vermutlich schon im Jahre 1779 gründete Johann Gottlieb Lauswaldt in
Braunschweig eine Zichorienfabrik, die nachweislich dort seit 1786 unter der
Firma Zoh. Gottl. Lauswaldt besteht. Er ahnte wohl kaum, daß sein Geschäft
dereillst sich aus andere deutsche und außerdeutsche Städte erstrecken und zu
einem gewaltigen, machtvolle,: Unternehmen heranwachsen werde.
Der Magdeburger Zweig des Laufes wurde von Zoh. Christian Lauswaldt
(geb. 1785) begründet, der am 2. November 1833 das in der Neuen Neustadt-Magdeburg,
Breiteweg 10 (jetzt Lübeckerstraße 13) belegene Grundstück von
dem Ökonomen Zohann Ludwig Buhlers für den Preis von 2500 Talern Kurant
und 7500 Talern Gold (100 Taler Gold waren gleich 113'/z Taler Kurant)
kaufte. Aus diesem Grundstück wurde eine Fabrik zur Lerstellung präparierter
Zichorien errichtet, die anfangs durch ein Göpelwerk, bald jedoch durch Dampfkraft
betrieben wurde. Daneben verkaufte die Magdeburger Firma anfangs
noch: Kaffee, Zucker, Sirup, Pflaumen, Künunel und Tabak; doch gab sie bald
jeglichen Lande! aus, weil die Fabrik an Llmsang und Bedeutung stetig wuchs.
Als Zoh. Christian Lauswaldt am 24.April 1844 gestorben war, führten seine
Söhne Georg, Albert und Lermann das Geschäft als offene Landelsgesellschast
weiter, die beiden älteren in Magdeburg, der jüngste in Braunschweig. Anter der
Leitung von Georg und Albert entwickelte sich die Zichorienfabrik aus das glücklichste.
An, sich mit ihren Einlagen ausdehnen zu können, kaufte die Firma nicht
nur Nachbargrundstücke, sondern am 28.Dezember 1849 das den Neukranzschen
Erben gehörende selbständige Grundstück Breiteweg 62 (jetzt Lübeckerstraße 23)
für 8965 Taler, um dort eine zweite Zichoriensabrik und dazu eine Schokoladenfabrik
zu errichten. Der Betrieb wurde am 16.Februar 1851 eröffnet. Leute befinden
sich aus diesen, — inzwischen ebenfalls vergrößerten — Grundstiicke außerdem
die Konfitüren-, Dragee-, Sukkade- und Biskuit-Fabriken, während aus
dem älteren Grundstücke ausschließlichZichoriensabrikate hergestellt werden. Zm
Zahre 1855 erwarb die Firma Zoh. Gottl.Lauswaldt einen Los mit Ackerland
zu Eickendorf, woselbst sie eine Zichoriendarre baute. Von den drei Briidern starb