thumbs: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Kali-Chemie Aktiengesellschaft 
UL, Werk Rheinau, 
Anlagen: 
Auf dem Werk befindet sich zur Zeit noch eine 
Anlage zur Herstellung von Schwefelnatrium mit 
einer Jahresleistung von etwa 5400 t in Betrieb. Nach 
Herstellung des Wasseranschlusses für das weiter 
unten aufgeführte Werk Wohlgelegen ist beabsichtigt, 
die Schwefelnatriumfabrikation von Rheinau nach 
Wohlgelegen zu verlegen und das Werk Rheinau im 
Frühjahr 1981 vorläufig vollständig stiällzulegen. 
12. Werk Wohlgelegen., 
Anlagen: 
Das Werk Wohlgelegen bei Mannheim dient in 
erster Linie der Produktion von 60 %iger Schwefel- 
säure. Die Jahreskapazität beträgt etwa 24000 t. 
Der Ausbau auf 30000 t ist projektiert. 
Außerdem wird auf Werk Wohlgelegen Sulfat 
hergestellt mit einer Jahresleistung von etwa 12 000 t, 
ferner Salzsäure mit einer Jahresleistung von etwa 
18000 t. 
Das Werk verfügt über eigenen KEisenbahn- 
anschluß zur Station Mannheim-Wohlrelegen. Gemäß 
13. Werk Stolberg. 
Anlagen: 
Das Werk Stolberg dient heute hauptsächlich der 
Sulfatproduktion mit einer Jahreskapazität von etwa 
16200 t. Als Nebenprodukt wird Salzsäure mit einer 
Tahresleistung von etwa 25000 t gewonnen. 
Außerdem befinden sich auf dem Werk Betriebs- 
anlagen zur Herstellung von caustischer Soda mit 
einer Jahresleistung von etwa 15000 t, desgleichen 
56h ‚Hhlorkalk mit einer Jahresleistung von etwa 
24000 +. 
14. Werk Brohl. 
Anlagen: 
Der Betrieb Brohl dient zur Gewinnung von 
Phonolith, das in eigenen, in der Gemeinde Brenk 
gelegenen Steinbrüchen mit einer Gesamtjahres- 
leistung von etwa 30000 t gefördert wird. 
Der Betrieb hat eigenen Eisenbahnanschluß zur 
Station Brohl am Rhein. 
15. Werk Charlottenburg, Salzufer 8. 
Anlagen: 
Auf dem Werk befindet sich eine modern ein- 
gerichtete Apparatur zur Herstellung von chemischen 
Bunt- und Mineralfarben, leimfesten Mars- und Druck- 
orhen; Das Werk hat eigenen Wasseranschluß zur 
SDITP@e. 
16. Werk Düsseldorf, 
Anlagen: 
Werk Düsseldorf stellt Bunt-, Mineral- und Druck- 
farben her. 
Grundbesitz: 
10075 am. wovon auf Betriebsanulagen 7321 am. 
Das Werk besitzt eigenen Bahnanschluß nach 
Station Mannheim-Rheinau. 
Gesamtgrundbesitz: 
21 ha 26 a 43 qm, wovon auf Betriebsanlagen 
L ha 43 a 32 qm und auf Werkswohnungen 35 a 77 qm 
antfallen, während der Rest in Größe von 19 ha 47 a 
34 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. — 
Vorhanden sind 11 Werkswohnhäuser mit 50 Werks- 
yvohnungen. 
Vereinbarung mit der Stadtverwaltung Mannheim 
wird das Werk im Laufe des Kalenderjahres 1929 
3inen direkten Anschluß an den Neckar-Kanal er- 
nalten, 
Gesamtgrundbesitz: 
52 ha 49 a 69 qm, wovon auf Betriebsanlagen 
6 ha 11 a und auf Werkswohnungen 56 a entfallen, 
während der Rest in Größe von 45 ha 82 a 69 am 
zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. — Vor- 
aanden sind 25 Werkswohnhäuser mit 98 Werks- 
wohnungen. 
Das Werk hat eigenen Werksbahnhof, ange- 
schlossen an die Station Stolberg. 
Gesamitgrundbesitz: 
96 ha 87 a 13 qm, wovon auf Betriebsanlagen 
5 ha 66 a 92 qm und auf Werkswohnungen 58 a 90 qm 
ntfallen, während der Rest in Größe von 89 ha 61 a 
31 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —- 
Vorhanden sind 33 Werkswohnhäuser mit 64 Woh- 
ungen. 
Gesamtgrundbesitz: 
17 ha 25 a 46 qm, wovon auf Betriebsanlagen 
533 a 60 qm und auf Werkswohnungen 98 qm ent- 
fallen. Der Rest in Größe von 16 ha 70 a 88 am 
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vor- 
ıanden ist ein Werkswohnhaus mit einer Werks- 
xohnune. 
Grundbesitz: 
26856 qm, wovon auf Betriebsanlagen 13078 qm 
ınd auf Werkswohnungen 2506 qm entfallen. Die 
'estliche Fläche in Größe von 11272 qm steht zu dem 
zeplanten weiteren Ausbau des Werkes zur Ver- 
UrungK, 
auf Werkswohnhäuser 2754 qm entfallen. Es wird 
zeplant, den mitten in der Stadt gelegenen Grund- 
oesitz zu veräußern und den Betrieb außerhalb der 
Stadt erneut aufzuhanen.
	        
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