Full text: Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

Sie Entwicklung des Gebiets des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1888. 
RESM- 
Preutlscher Zollvorbond vor I803 
InSchlüussse am I. Janvar 18)94 
von 7To03* bis 1644 
7959 
1862 und 186 
1672 
1484 
qus land 
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den Zusammenschluß nicht stören. Dann traten 
1836 Baden und Bessen Nassau dem Sollverein 
dei, 1842 folgten Braunschweig und Luxemburg, 
1854 Sannover und Oldenburg und 1872 kam 
Elsaß-Lothringen in den Verband des neuen 
Deutschen Reichs und damit zugleich in den Zoll- 
erein. Es vergingen FJahrzehnte schwerer poli— 
tischer Kämpfe und kriegerischer Verwickelungen, 
bis schließlich 1888 mit dem Beitritt der Hansestädte 
der Zollverein ungefähr die Ausdehnung des 
Deutschen Reichs erlangt haͤtte. 
Jede Erweiterung des Zollgebiets bedeutete 
eine neue Ausweitung des Binnenmarktes, er— 
öffnete neue Bezugs- und Absatzmöglichkeiten 
und wurde so zu einem Segen für Stadt und 
Land. Die Bepölkerung des deutschen 
Zollgebiets zählte bei der Gründung des Zoll— 
oereins 23 Millionen Menschen, 1871 rund 
10 Millionen und 1915 fast 67 Millionen. 
An der Eisenerzeugung gemessen 
var der Beitritt Nassaus (1836) mit 
fast 10 v. H. Zuwachs der damaligen Zoll— 
oereinsgewinnung wichtiger als der Beitritt 
Luremburas (184) mit etwa 3 p. H. und 
Zannovers (1853) mit etwa 15 v. H. der 
eweiligen Gesamterzeugung. Lothringen 
dagegen hat 1872 einen Zuwachs von etwa 
7 v. H. Roheisenerzeugung gebracht. Die 
Aufnahme der großen Eisenreviere in den Zoll— 
erein hat der Eisenwirtschaft manch schwieriges 
Problem gestellt. Wenn nicht jedes Land zu— 
zleich eine Eisenverarbeitung mit eingebracht 
ätte, die auch bei Elsaß-Lothringen in dem 
ortigen Maschinenbau nicht zu unterschätzen 
var, dann wären wohl noch länger dauernde 
Marktstörungen eingetreten. 
Aber die Erweiterung des Hollvereins und 
er Eisenerzeugung hat zunächst keine so schwie— 
igen Probleme mit sich gebracht wie die Not— 
vendigkeit des Übergangs von mittelalterlicher 
u neuzeitlicher Betriebsweise. Kaum 
var bis zu den sechziger Jahren des 19. Jahr— 
underts die Anpassung an die Errungenschaften 
er englischen Technik in vollen Gang gesetzt, 
»a traten neue Umwälzungen in der Eisen⸗— 
üttentechnik und in den Verarbeitungszweigen 
nä Erscheinung, die den Erfolg jahrzehntelanger 
Mühe wieder in Frage stellten.
	        
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