Full text : Gebundene Wirtschaft

und in die Abhängigkeit von diesen gerät, sodaß die notwendige
 Folge die schließliche Expropriation der Expropriateure
 sein muß; man hat hierbei die Tatsache, daß die Zahl
der großen Unternehmungen sich verringert und weiterhin,
daß der Einflu@ der Banken auf diese Unternehmungen
häufig ein immer größerer wird, hinter der Tatsache vergessen,
 daß das Geldkapital, welches, grob gesprochen, erst
die Möglichkeit zur Schaffung von fixem Kapital gibt, sich
in der Gestalt von Aktien und Obligationen auf eine große
Menge verteilt, und daß die Zirkulation dieses Geldkapitals
insbesondere durch das Bestehen der Börsen und wiederum
im eignen Interesse der Banken grundsäßlich eine ständige
ist. Diese hier interessierenden Fragen und Probleme können
an dieser Stelle jedoch nur angedeutet werden, sie haben
nichts damit zu tun, daß die Bedeutung des fixen Kapitals
als solches für die Produktion von immer größerer Bedeutung
 geworden ist. Der hiergegen geltend gemachte
Einwand, daß namentlich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts
 das fixe Kapital von größerem Einfluß war, weil
es gewissermaßen überhaupt erst entstand und die Produktion
trogdem sich frei individualistisch gestaltete, übersieht, daß
das fixe Kapital heute eine ganz andere Rolle spielt und
sein Verhältnis zu den anderen Produktionsfaktoren sich
stark zu seinen Gunsten verschoben hat. Auch hier gilt
eben, wie betont, vielleicht in verstärkterem Maße, das oben
Gesagte, daß wirtschaftliche Macht: akkumuliertes, konzentriertes
 und zentralisiertes Kapital und weiterhin die zwecks
Geltendmachung dieser Macht nötige Organisation mehr und
mehr in den Vordergrund der Erscheinungen tritt, daß heute
das Verhältnis des Kapitals zu den anderen Produktionsfaktoren
 ein anderes ist, als zur Zeit des reinen Individualismus.
 Die sich daraus für die Wirtschaft vor allen Dingen
für die Produktion ergebenden Folgen müssen gewissermaßen
automotisch dahin führen, daß die Produktion sich jept anders
gestalten muß, als in der vergangenen Epoche.

7.

Relativ am wenigsten für die Veränderung der wirtschaftlichen
 Verhälinisse der Jebtzeit gegenüber dem vergangenen
Jahrhundert fällt die Bedeutung des dritten Produktionsfaktors,
der Arbeit, ins Gewicht. Zum Wesen des Kapitals gehört

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