Full text : Die deutsche Zellstoff-, Holzschliff-, Papier- und Pappenindustrie

nsbesondere bei den vielfach größeren Wasserkräften mancher süd-Jleutschen
 Betriebe, die Verwendung von Wasserturbinen. Im allgeneinen
 ist man jedoch in der papiererzeugenden Industrie zur Umwandlung
 der Wasserkraft in elektrische Kraft übergegangen. Mit dem
Aufkommen der Elektrizität war zugleich auch die Möglichkeit gegeben,
auf die eigene Krafterzeugung zu verzichten. Doch nur in seltenen
Fällen verstand sich die papiererzeugende Industrie zum Fremdstrombezug,
 teils hielten sie die Übertragungsverluste, vor allem aber die
Preisstellung und die Abhängigkeit von den fremden Werken davon
zurück. Statt dessen ist das Wasser als Energiequelle mehr und mehr
Jurch die Kohle ergänzt und verdrängt worden. Denn die Ausnutzung
Jjer eigenen, meist kleineren Wasserkraft brachte den Betrieb in vollzommene
 Abhängigkeit vom jeweiligen Wasserstand. Jahrzehntelang
 war das Angewiesensein auf die Wasserkraft die Ursache stärkster
Krisen; gleichzeitige Überproduktion wechselte mit gleichzeitiger Unterproduktion
 aller Werke. Auch heute noch stehen die Handelsschleifereien
 und ein großer Teil der kleineren Pappenbetriebe, die als einzige
in der papiererzeugenden Industrie noch in größerem Umfange mit ihren
eigenen, zumeist kleineren Wasserkräften arbeiten, unter dem Zeichen
Jieser krisenhaften Erschütterungen, wenn diese auch dadurch stark
zemildert sind, daß man für die Zeit der Wassernot billig arbeitende
Reservekraft zur Verfügung hält. Auch ging man in der Holzschliffindustrie
 dazu über, die Produktion aus den wasserreichen Wintermonaten
 für die wasserarmen Sommermonate einzulagern; bei Verwendung
 guter Hölzer und reinen Produktionswassers läßt sich der
Holzschliff gut neun Monate einlagern, ohne an Qualität einzubüßen.
Die übrigen Zweige der papiererzeugenden Industrie sind gegenwärtig
 weit überwiegend auf Dampfkraft gestellt. Nicht zuletzt zwang
die technische Entwicklung dazu— Sie verlangte in steigendem Maße
eine gekuppelte oder kombinierte Ausnutzung der Kohle, zunächst als
Betriebsstoff zur Halbstoffbereitung und für den Betrieb der Papiermaschinen
 usw., sodann als Heizmittel für die künstliche Trocknung.
Über den Kohlenverbrauch der gesamten papiererzeugenden In-Justrie
 liegen keine genauen Angaben vor. Aber ein ziemlich voll-Tabelle

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Die Kohlenbelieferung der deutschen papiererzeugenden Industrie
(Gruppe Zellstoff und Papier) 1926 und 1927

Xohlenart

Steinkohlen ..........0...4 .s
KOXS a .000000000 24000, 4
Rohbraunkohlen .....0000.0000000
Braunkohlenbriketts, Pechkohlen,
tschechische Kohlen..........

9926

1927

% der Belieferung der
deutschen Gesamtwirtschaft


LOÖOO t

1000t |

1926

1927

2069 2890 3,0 2,9
21 _ 01 KA
2824 | 2662 5:8 | 5,9
1007 | 1151 29 3.0
            
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