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Verhältnis der Debitoren und Akzepte bei den deutschen
Kreditbanken 1 )
In Mill. Mk.
Debitoren
darunter
in Prozenten
Akzepte
der ersteren
1902
3550,4
1176,5
33,1
1901
3356,5
1136,4
33,9
1900
3602,7
1294,2
35,9
1899
3295,8
1153,2
35,0
1898
2847,9
984,4
34,6
1897
2351,8
825,4
35,1
1896
2127,8
752,6
35,4
1895
1992,7
706,4
35,4
Aus diesen Zahlen ersehen wir, dass ungefähr der dritte
Teil der von den Banken gewährten Kredite in Form von
Akzeptkrediten erfolgt. Wenngleich ein rationell angewandter
Akzeptkredit nichts Bedenkliches in sich schliesst, ja sogar zur
Notwendigkeit werden kann 1 2 ), so muss man doch bedenken,
dass er nur da eine Berechtigung erlangt, wo er nicht zur
Heldmacherei für spekulative Zwecke, sowie zur andauernden
Beschaffung fehlender Betriebsmittel benützt wird. Leider lassen
unsere deutschen Banken in dieser Hinsicht noch viel zu
wünschen übrig, und im Hinblick darauf müssen wir sagen,
dass obiges Zahlenergebnis als keineswegs günstig bezeichnet
werden kann. Für den Kunden hat eine solche Kredit1
) Deutscher Oekonomist vom 1. August 1903.
2 ) Dazu sagt AdolfWeber a. a. 0. S. 108ff.: „Beim internationalen
Warenhandel muss häufig das Akzept der Grossbanken dasjenige des
Kaufmanns ersetzen, weil ersteres im internationalen Verkehr naturgemäss
viel leichter zirkuliert als letzteres; gerade in diesen Fällen wird
auch in der Regel der Akzeptant bereits vollständige Sicherheit in Höhe
des Akzepts in Händen haben. Im nationalen Verkehr vermag im allgemeinen
auch das Akzept einer nicht erstklassigen Firma dank der besseren
Informationsmöglichkeit, der gemeinsamen Sprache und vor allem des
gemeinsamen Rechtes, ohne besondere Schwierigkeit zu zirkulieren. Unschädlich
wird das Akzept auch dann sein, wenn es lediglich dazu dient,
eine Zahlung, die in kürzerer Zeit bestimmt zu erwarten ist, zu antizipieren.“
— Legt man den Akzepten eine Laufzeit von drei Monaten
zu Grunde, so dürfte die Gesamtsumme der oben angeführten Akzepte für
die betreffenden Jahre ungefähr den vierfachen Betrag erreichen.