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erhält unter Umständen für diese Zwecke billiges Geld. Will
nämlich jemand an der Börse stark spekulieren, so trassiert er
auf die Bank, nachdem diese ihm einen Kontokorrentkredit eröffnet
hat, diskontiert den Wechsel, oftmals bei der Bank
selbst zum Privatdiskont und der ausmachende Betrag wird
ihm als Barzahlung gutgeschrieben, das Akzept per Verfall belastet
(3 Monate später) und für das so in der Zwischenzeit
entstandene, scheinbare Guthaben werden Effekten gekauft.
Sohin stellt sich das Konto des Spekulanten als geordnet dar
(wenigstens scheinbar), während er mit dem Kredit der Bank
spekuliert. Mit Recht sagt hiezu der deutsche Oekonomist 1 ),
dass dies im Grunde faule Geschäfte seien, wodurch die Ueberspekulation
an der Börse mächtig gefördert werde. Ueberhaupt
wird ein sehr grosser Teil aller Kontokorrentkredite
durch Tratten flüssig gemacht * 2 ), was uns folgende Tabellen
zeigen.
der
Debitoren und
Akzepte
bei den de
Bank«
in 3 )
In Mill.
Mk.
Debitoren und
darunter
in Prozenten
Filialen
Akzepte
der ersteren
1902
4191,4
1275,6
30,4
1901
4049,7
1239,8
30,6
1900
4249,4
1389,6
32,7
1899
3826,6
1153,2
30,1
1898
3352,1
984,4
29,4
1897
2821,6
878,8
31,1
1896
2529,5
802,4
31,7
1895
2386,5
760,2
31,9
(Geld oder sonstige Werte), anderseits dadurch, dass sie die neugekauften
Effekten als Pfand behält, gedeckt ist. Aber die Tatsache, dass auf die
erwähnte Art und Weise die Spekulation sehr gefördert wird, steht fest.
') Vom 10. August 1901.
2 ) Damit soll übrigens keineswegs gesagt sein, dass diese Tratten
ähnlichen faulen Manipulationen, wie den oben erwähnten, ihre Entstehung
verdanken.
3 ) Deutscher Oekonomist vom 25. Juli 1903. — Die in den Debitoren
enthaltene Summe der Akzepte stellt indes auch eine Verbindlichkeit
der Banken dar, weshalb sie auf der Passivseite in der Bilanz
gebucht werden muss.