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ländischen Wechseln, Noten, Papiergeld und Münzsorten. (Statist. Anlagen
zu den Materialien der Börsenenquetekommission. Berlin 1892/93.)
Nach der Anlage zur Begründung des Entwurfes eines Ergänzungssteuergesetzes
1892/93 schätzte der Minister Miquel das preußische
private Kapitalvermögen für das Jahr 1889 auf 73,8 Milliarden. Davon
wären angelegt 6 Milliarden in preußischen Staatsanleihen, in der Hälfte
der Reichsanleihen 620 Millionen, 1,2 Milliarden in Kommunalanleihen,
1’, Milliarden in ausländischen Wertpapieren, 3350 Millionen in
preußischen Aktien, zusammen 12,7 Milliarden Mk.; mit 17 Milliarden
Hypotheken- und Pfandbriefen fast 30 Milliarden in Form eines Leihkapitals.
Hieraus ergeben sich die kolossalen Beträge, die untergebracht
werden müssen, und wenn man sich auf der anderen Seite
gegenwärtig. hält, daß die Ersparnisse, welche in jedem Jahre in
Deutschland gemacht werden, nach der Schätzung Schmollers 2
bis 21, Milliarden Mk. betragen, von denen mindestens eine Milliarde
in Wertpapieren eine Anlage suchen, so kann man sich einen Begriff
davon machen, welche umfassende Vorkehrungen notwendig sind, um
diesem wirtschaftlichen Bedürfnisse entgegenzukommen. Ohne die
Börse wäre der Kapitalist allein angewiesen, sich an einzelne Bankiers
zu wenden, die ausschließlich in der Lage wären, gewünschte Papiere
auf Lager zu halten und an das Publikum abzutreten; und ebenso
dieselben wiederum nach Bedarf zu verkaufen. Sie würden dadurch
die gewaltigste Uebermacht gewinnen und das Publikum in der exiremsten
Art und Weise auszubeuten vermögen. Ihre Macht ist
durch die ausgedehnte Konkurrenz an der Börse und durch die dort
herrschende Oeffentlichkeit gebrochen und dadurch ein ungeheurer
Fortschritt erzielt.
(Siehe Tabellen 203, 204, 205 u. 206.)
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Die Bedeutung der Warenbörse.
Panierware.
In der gleichen Weise wie bei den Wertpapieren hat sich in der
aeueren Zeit auch bei einzelnen Waren das Bedürfnis einer solchen
Konzentration des Handels herausgestellt und zugleich das Streben,
ihn von der Last des thatsächlichen Umsatzes zu emanzipieren, um
damit der Spekulation größere Freiheit zu gewähren. Dieses ist geschehen,
indem man von dem unmittelbaren Umsatz der Ware, welche
auf den offenen Markt gebracht wurde und dort in die Hand des
Käufers gelangte, zu dem Handel in dem geschlossenen, konzentrierten
Markt nach Probe unter Verbindung mit dem Zeitgeschäft überging.
Eine weitere Ausbildung war es, als man zu dem Termingeschäft überzing,
und hier von der thatsächlich vorliegenden Ware mehr und mehr
absah und eine Papierware an die Stelle setzte, um auch bei ihr die
möglichste Vertretbarkeit zu erzielen, wie sie bei den Börsenpapieren
vorlag. Man wählte die Qualität aus, welche am leichtesten zu bestimmen
und in den größten Mengen disponibel war, wo man also
imstande war, Handelsgeschäfte abzuschließen ohne genauere Qualitätsbestimmungen
und die Beschaffung des gehandelten Materials keine
Schwierigkeiten bot; so für Kaffee in Hamburg, Mittelgut Santos,
ebenso für Weizen, mittlere Ware zu einem niedrigen Gewicht, so daß
aun die Spekulation unbekümmert um die im Momente vorliegende
Ware vor sich gehen kann. Sehr falsch ist aber die Meinung, als ob