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auch ihre Wirksamkeit selbst. Niemals ist daran zu denken, dass sie den
kleinen Händler übermässig verdrängen, dessen Vorzug darin besteht,
dass er den Kundenkreisen lokal näher gerückt ist und auf der andern
Seite allein individnellen Ansprüchen zu genügen vermag. Die Be-
kämpfung der Grossmagazine durch exceptionelle Steuern und sonstige
rigorose Massregeln kann deshalb nicht als gerechtfertigt anerkanut
werden. Wenn die Zahl der kleinen Händler durch diese Grossmaga-
zine vermindert wird, so ist dieses an und für sich noch nicht als ein
Schaden anzusehen, denn ihre Zahl ist in vielen Branchen über den
Bedarf hinausgehend und die dadurch sich herausbildende übermässige
Konkurrenz bedroht den Handelsstand in einem höheren Masse als die
der Grossunternehmungen, Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine
grosse Zahl kleiner Handelsbetriebe keine besondere Vorbildung und nur
wenig Kapital beansprucht, so dass heute aus den verschiedensten anderen
Berufszweigen Leute, die dort aus irgend einem Grunde gescheitert
sind, sich dem Detailhandel zuwenden, um dort eine selbständige, ruhige
Existenz zu führen. Gehen davon nun auch viele nach kurzer Zeit
unter Verlust ihres Kapitals zu Grunde, so schädigen sie doch ihre
Konkurrenten, wie ebenso ihre Gläubiger, während sie weder den Kon-
sumenten noch der Volkswirtschaft Nutzen bringen. Werden diese
Elemente durch die Grossmagazine etwas zurückgedrängt, so wird dieses
nicht als ein Nachteil anzusehen sein. An die Stelle der kleinen Laden-
halter treten kaufmännisch gebildete Beamte der Grossmagazine, die
auch dem Mittelstande angehören.
Unberechtigt ist dagegen die in der neueren Zeit bei uns vielfach
gehörte Forderung, dass die Niederlassung ungelernter Kaufleute unter-
sagt werden solle, Es wird vielmehr als ein Segen anzusehen sein,
dass es in solcher Weise noch Zufluchtsstätten giebt, wo wirklich tüch-
tige Elemente sich ihre Selbständigkeit erhalten und durch eigene Arbeit
‘hr Brot verdienen können, ohne vorher eine lange Prüfungszeit durch-
nachen zu müssen, Wenn infolge irgend eines Leidens ein Beamter
vorzeitig seine Carriere aufgeben muss, wenn eine thatkräftige Witwe,
die für Kinder zu sorgen hat, mit Hilfe guter Freunde einen Laden
äbernimmt und durch Zuweisung guter Quellen in das richtige Fahr-
wasser geleitet wird, so können sie, wie eine Menge Beispiele vorliegen,
sehr wohl mit Erfolg thätig sein; und es liegt kein Grund vor, ja es
wäre eine ausserordentliche Härte und Ungerechtigkeit, ihnen diesen
Weg zu verschliessen. Hier ist das Publikum in der Lage selbst zu
oeurteilen, ob der Betreffende das Richtige leistet oder nicht. es be-
larf hier eines Schutzes durch den Staat keineswegs.
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Entwicklung des Handels, die Organe und Aufgaben zu
seiner Förderung.
Der Handel beginnt allgemein mit Luxuswaren, nicht mit Gegen-
ständen des täglichen Bedarfs, Das ist noch jetzt in dem Verkehr mit
den primitiven Völkerschaften zu verfolgen, denen zuerst Putz und son-
stiger Tand. zugeführt wird, wie das in den Homerischen Gesängen gleich-
falls für die damalige Zeit bestätigt wird. Erst allmählich mit Aus-
oildung der Arbeitsteilung und Verbesserung der Kommunikationsmittel