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Die Einnahmen aus.den Finanzzöllen auf Kaffee und Tee sind in den letzten
Jahren stetig gestiegen. Auch die Erträge des Zolls auf Kakaobohnen haben sich
1928, nachdem sie mehrere Jahre lang fallende Tendenz hatten, wieder erhöht. Da die
Zollsätze in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 unverändert geblieben sind, waren die in
Erscheinung tretenden Mehr- bzw. Mindererträge allein durch die Konsumentwicklung be-
lingt. Der Verbrauch und die Zollerträge haben sich im einzelnen wie folgt entwickelt:
Rech-
yungs-
jahre
1
W926 .......
(927 1...
1998 20
(929 1
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Kakaobohnen
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Zoll-
artrag
‚e Kopf
AM
„113037, 1,77 2,30 48 808 0,08 0,17 736 922
285 081 | 2,03 ] 2,64 54 419 0,09 0,19 696 739
‚ 449 980 2,28 2,9% 54 997 0,09 | 0,19 786 521
1 414 797 221 | 2,90 61 802 | 0,10 ; 0,21 | 754 206
4,17 0,41
1,10 0,39
1,23 0,43
Fl 118 0,41
Als Industrieland hat Deutschland ein Interesse daran, seiner Wirtschaft Rohstoffe und
Yalbfabrikate zu möglichst billigem Preise zur Verfügung zu stellen. Diese erbringen in-
olgedessen nur rd. 22 vH aller Zolleinnahmen, obwohl sie das Hauptkontingent der ge-
samten Einfuhr stellen. Ihr Zollanteil setzt sich aus einer Anzahl meist sehr unbedeuten-
ler Posten zusammen, beruht aber in der Hauptsache auf dem Mineralölzoll (9,3 bis
U,1 vH) und auf dem Rohtabakzoll (7,4 bis 7,3 vB).
Auch die Fertigwareneinfuhr ist wegen der Gefahr von Retorsionsmaßnahmen nur in
‘elativ geringem Maße mit Zoll belastet. Sie erbringt 15,5 vH aller Zolleinnahmen. Be-
Sonders wichtig sind die Zolleinnahmen aus der Textilwareneinfuhr.