Object: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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größten Kraftaufwand nur langsam erfolgen kann, 
zum großen, leuchtenden Ziel strikter Berechenbar 
keit vieler Dinge im Völkerschicksal. 
Auf diesem Weg sind uns Engländer, Italiener und 
Amerikaner weit, weit voraus, und wir sind in Gefahr, 
hoffnungslos zurückzubleiben und eines Tages rat- 
und verständnislos vor einem gewaltigen Gebäude 
zu stehen, dessen Existenz kein kritisches Achsel 
zucken wegschaffen kann, so sehr wir einander da 
durch trösten mögen. Aber dieser Weg ist — und 
nur darauf kommt es an — tatsächlich betreten. 
Nur kleine Scharen rücken auf ihm vor, aber es sind 
Kerntruppen. Und er liegt — so unsere früheren Aus 
führungen exemplifizierend und verifizierend — ganz 
in der angedeuteten Entwicklungsrichtung. 
Hier nur kann geleistet werden, wofür uns wirk 
lich die Dankbarkeit künftiger Generationen sicher 
ist, sooft wir — was unvermeidlich ist — im Gewirre 
der Schwierigkeiten fehlgreifen werden. Nun bitte 
ich aber sehr, mir nicht etwa zu imputieren, daß ich 
behauptet hätte, das Erwähnte sei „alles“ an der 
Nationalökonomie im weiteren Sinn. Ich habe nur 
ein Beispiel herausgegriffen und weiß so gut als einer, 
daß schon die Volkswirtschaft, noch mehr natürlich 
das Ganze des Völkerlebens von Dutzenden von an 
deren Standpunkten in anderem Licht betrachtet 
werden muß. Nur meine ich, daß für jeden dieser 
Standpunkte, mutatis mutandis, Ähnliches gelten und 
die wissenschaftliche Arbeit schließlich und endlich 
ähnliche Formen annehmen muß — die Formen 
theoretischer tatsachengenährter Detailarbeit, wenn
	        
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