Object: Die Schweiz

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glctscherten Weißhorngruppe 4512 m sich zum 
Rhonetal hinaus senkt. Wie das Val d'Härens be 
herbergt es in der Gebirgsabgeschlossenheit eine in 
Sitten und Erwerbsleben eigenartige Bevölkerung. 
Das Anwachsen der Volkszahl nötigt die Be 
wohner, den Boden aller Höhenlagen als Acker- oder 
Weidland auszunutzen, von den Weinbergen bei Si- 
ders in 550 in Meereshöhe bis hinauf zu den ober 
sten Alpstaffeln bei 2700 m am Rande der Gletscher. 
Der zerstückelte und stundenweit auseinanderliegende 
Besitz zwingt die Anniviarden zu einem kompli 
zierten Wanderleben, um die Kulturflächen der ver 
schiedenen Höhenregionen der Reihe nach zu bewirt 
schaften. Einzig durch dieses bewundernswerte Sy 
stem der genauesten Ausnützung einer großen und 
weitläufigen Wirtschaftsfläche vermag der Anni- 
viarde, sich einen genügenden Unterhalt zu ver 
schaffen, um nicht auswandern zu müssen. 
C h i p p i s im Rhonetal benutzt die Kraft der 
durch die Stufe des Val d'Anniviers hervorbre 
chenden Navigenze für ein Aluminiumwerk. Bei 
Leuk, dem ersten größern Ort im deutschen Ober 
wallis, mündet vom Balmhorn her die Data; in 
ihrem Tal werden die Thermen von Leuker 
bad zur Kur gebraucht; über die steile Nordwand 
klettert der Gemmipaß zum Kandertal hinüber. Am 
Alhorn öffnet sich mit schreckhaft steilen Wänden 
ber berüchtigte Jllgraben; die Schuttmassen aus 
Anen Wildbachrunsen legen sich als mächtiger 
^chuttkegel quer über das Rhonetal, verhüllt durch 
die Föhrenwipfel des ausgedehnten Pfinwaldes. 
Hier lag, verschärft durch die Dalaschlucht, von 
jeher ein Verkehrshindernis; an dieser Stelle geht 
die Sprachgrenze quer durch das Rhonetal. Durch 
das bisher verkehrsarme Lötschental erreicht jetzt die 
Lötschbergbahn das Rhonetal und den Simplvn- 
zugang. Bei Visp öffnet sich der breite Eingang 
Bal d' 
Anniviers 
Rhonetal 
Sierre-Brig
	        
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