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2038. Die Entstehung des freien Arbeiterstandes. Wir habenJoben
in den Kapiteln über Arbeitsteilung und gesellschaftliche Klassenbildung (I, 88 116
und 117, 88 188 ff.) zu zeigen gesucht, daß und warum die wirtschaftliche Gesellschaft
sich stets dei höherer Kultur in aristokratisch führende Kreise, in einen Mittelftand
und in handarbeitende untere Klaffen geschieden hat; wir haben gesehen, daß die
letzteren nach einander die Rechtsform der Sklaverei, der Hörigkeit und der freien
Arbeit durchlaufen, daß aber nirgends bis jetzt der große Fortschritt zur persön—
lichen Freiheit und zur Rechtsgleichheit aller Klassen das Verschwinden einer besonderen
Arbeiterklasse und der Klassenschichtung überhaupt herbeigeführt habe.
Wir suchten nachzuweisen, daß das Ent- und Bestehen von handarbeitenden
Klafsen ein Ergebnis der notwendigen gefellschaftlichen Differenzierung sei, daß diese
weder in ihrem Ursprung und ausschließlich auf die verschiedene Eigentumsverteilung,
wie die Socialisten glauben, noch ausschließlich auf die Rassenverschiedenheit, wie
Gobineau und seine Schule lehrt, zurückzuführen sei; wir nahmen an, daß der Fortschritt
des menschlichen Geschlechtes nur in der Form möglich sei, daß immer zunächst einzelne
Personen und Gruppen je nach Rasse, Fähigkeiten, Kräften und Begabung sich arbeits—
teilig emporschwingen, die politischen, technischen, organisatorischen Führer werden, daß
fie als Familienväter, Heerführer, Grundeigentümer, Kaufleute, Schiffsführer und
Unternehmer zahlreicher ausführender, dienender Kräfte bedürfen, und daß dazu ihre
züngeren Söhne und Verwandten nicht ausreichen, daß so alle Anläufe zu großen und
einheitlichen herrschaftlichen Organisalionen auch zu der Entstehung gehorchender hand⸗
arbeitender Klassen der Gesellschaft führten. Die aus der Verschiedenheit der persönlichen
Eigenschaften, der Berufe und ihrer Erfolge sich ergebende Verschiedenheit der Macht
und des Eigentums in der Gesellschaft. wie die Ausbildung von rechtlich normierten