thumbs : Zur Frage der Naturalteilung

I.  Abschnitt.
Die  Geschichte  der  Naturalteilung  im  Grabfeld.

1.
Tas  Grabfeld.
Der  Amtsbezirk  Königshofen,  der  allein  noch  den  Namen  Grabfeld ­
  vom  einstigen  mächtigen  Grabfeldgau  führt,  liegt  in  der  nordöstlichen
Ecke  des  Regierungsbezirkes  Unterfranken.  Sein  Gebiet  umfaßt  300,49  qkm
mit  14746  Einwohnern  in  33  Gemeinden.
Das  Grabfeld  ist  eine  nordöstliche  Abdachung  der  Haßberge  und
bildet  eine  sanft  gewellte  Ebene,  die  im  Nordwest  von  dem  Weigler
Wald,  im  Nordvst  von  den  Ausläufern  des  Thüringer  Waldes,  den
beiden  Gleichen,  im  Süden  von  den  Haßbergen  umrahint  wird.  Die
zum  Maingebiet  gehörige  fränkische  Saale  durchfließt  in  sehr  mäßigem
Gefälle  von  Osten  nach  Westen  von  ihrem  Ursprung  bis  nach  Wülfershausen ­
  beu  Bezirk  und  wird  ans  dieser  Strecke  durch  eine  Anzahl  von
Bächen,  deren  bedeutendster  die  Milz  ist,  verstärkt.
Der  Boden  gehört  zu  den  fruchtbarsten  und  ertragreichsten  Unterfrankens. ­
  Den  Untergrund  bilden  Keuperschichtcn,  d.  i.  eine  Schichtenfolge ­
  meist  sandiger,  toniger  und  mergeliger  Gesteine,  welche  über
Muschelkalk  gelagert  sind.  In  diesen  Schichten  begegnen  wir  im  Grabfeld ­
  einer  mächtigen  Gypsformatiou,  dem  sogenannten  unteren  Gypskeuper,
  der  einen  vortrefflichen,  tiefgründigen  Frnchtboden  liefert.
Das  Klima  ist  im  allgemeinen  etwas  rauh,  da  durch  die  im
Süden  liegenden  Haßberge  die  wärmeren  Südwinde  aufgehalten  werden,
dagegen  die  rauheren  Winde  von  der  Rhön  und  dem  Thüringerwalde
her  im  Nordwesten  und  Norden  freien  Zutritt  haben.  Daher  komnit
es,  daß  das  Wachstum  im  Grabfeld  gegenüber  dem  im  Maintal  immer
um  10—14  Tage  zurück  ist.
Der  wirtschaftliche  Charakter  des  Grabfeldes  ist  rein  agrarisch.
Industrielle  Unternehmungen  gibt  es  nicht,  von  den  gewerblichen  Be-Lteinert,
  Zur  Frage  der  Naturalteilung  etc.  1
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.