120 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes u. der Einkommensverteilung. —[1878
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Die Finanzen der deutschen Bundesstaaten. I.H. z. St. d. Deutsch. Reiches 1902.
Mitteilungen aus der Verwaltung der direkten Steuern im preuß. Staate (Einkommens- und
Frgänzungssteuerveranlagung) seit 1892 fährlich.
229. Das Wesendes Einkommens und die Einkommensverteilung
im allgemeinen. Die uralte, immer wieder aufgeworfene, niemals ganz beantwortete
Frage, warum es Reiche und Arme gebe, ist unter dem Einfluß der Tausch- und Geld⸗—
wirtschaft und der theoretisch-nationalökonomischen Erbrterungen der letzten zweihundert
Jahre zur Frage der Einkommensverteilung geworden. Nachdem sich die Theorie lange
n erster Linie mit den Specialfragen der Kapitalrente, des Lohnes, der Grundrente
beschäftigt hatte, machten A. Smith und seine Nachfolger den Versuch, eine natürliche,
das Gesamiproblem einheitlich erfassende Einkommenslehre aufzustellen; diese hat bis
etzt die Wissenschaft, vor allem auch den Socialismus beherrscht.
Wir haben über einige der wichtigsten hieher gehörigen Fragen schon gesprochen:
o über die Eigentumsverteilung (181282182), über die Kapitalrente (II 8 189-193),
äber den Arbeitslohn (118 208 5212). Wir haben nun im Anschluß hieran über das
Fanze und Principielle der hieher gehörigen Fragen und speciell über die Punkte uns
auszusprechen, die bisher, wie Unternehmergewinn, Grundrente ꝛc., noch nicht erörtert
wurden.
Wir gehen von der Frage aus, wie man zu den heutigen Vorstellungen und
Begriffen über Einkommen und Finkommensverteilung gekommen sei, knüpfen daran ein
Woͤrt über die natürliche Einkommenslehre, wie sie von A. Smith und seinen Nachfolgern
begründet wurde, und stellen dieser unsere principielle Auffassung gegenüber.
a) Nachdem die Phyjsiokraten die Begriffe des Roh⸗ und Keinertrags der Einzel—
wirtschaft in den Mittelpunkt der nationalbkonomisch wissenschaftlichen Betrachtung ge—
stellt, die Erzeugung eines Reinertraas als den Maßstab der guten Wirtschaftsführung