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Glück ist das Gewünschte und doch nicht mit Zufriedenheit
identisch. Oder was ist es anders als Confusion, wenn Mill
meint, über den Werth einzelner Genüsse entscheide die
Majorität der Sachkenner, es komme aber auf das Glück der
Gesammtheit an und deshalb sei das Prineip der Nützlich-
keit moralisch und verlange Edelmuth. Was aber der Ge-
Sammtheit nützlich sei, das sei durch lange Erfahrung der
Menschheit festgestellt. Das heisst also, das Glücksprineip
sei nur ein theoretischer Erklärungsgrund der anerkannten
Sittengesetze, kein Maassstab für die Entscheidung zur Hand-
lung im einzelnen Fall, und keine Regel, nach der die Sach-
kenner immer neu urtheilen sollen. Und was sollen wir
Sagen, wenn Mill nach dem Grunde fragt, warum es auf das
Glück der Gesammtheit ankommt, und als Grund hierfür
Jas Gewissen angiebt, ein Gefühl in uns, das die Pflicht gegen
die Gesammtheit lehrt. und das auf dem gesellschaftlichen
Gefühl, dass Jeder mit seines Gleichen leben muss, beruht.
Diese Theorie des Gewissens kann dann Mill mit dem ”Prineip
individueller Speculation über Glück und Nützlichkeit schliess-
lich nur durch die manchesterliche petitio principii vereinbaren,
lass die letzten Interessen Aller in natürlicher Harmonie stehen,
Welches Bewustsein in uns zu einem starken innern Gefühl
Wird.
J. Bentham.
Da ist Bentham consequenter, dem das Gewissen nur die
“nerzogene Rücksicht auf das Urtheil Andrer ist, deren Lob uns
Freude, deren Tadel uns Schmerz bereitet; der die physische
Quelle von Lust als die wichtigste bezeichnet, es für ein“Vor-
ürtheil ansieht, wenn man Musik und Poesie für etwas Höheres
erklärt als Kegelspiel obwohl doch letzteres mehr Lust bereiten
könne?) und der die Worte „guter und schlechter Geschmack“
Als Phrase bezeichnet.
Bentham hatte die Kühnbeit einen einzelnen Zug des
Menschen (egoistische Berechnungen über den eignen Vor-
theil die Handlungen bestimmen zu lassen) zur Grundlage
“ner Weltanschauung zu machen. Er ienorirte die Gefühle
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