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Erstes Buch, Cap. 3.
die demokratische Republik) ist sehr einfach, das Halbe (d. i.
die constitutionelle Monarchie) ist sehr complicirt,‘“ Selbst
eine Revolution, welche nur die Person des Königs ändert,
kann nicht helfen, denn „Ihr könnt keinen König haben, es
sei denn, Ihr hättet einen Beamten, der nicht Unrecht thun
kann.“ —
Was hat es zu bedeuten, wenn Bentham’s schematischer
Geist die föderative Staatsform zurückweist und bei der cen-
tralisirten Demokratie bleibt; wenn er nicht selbst Revolution
organisirt, sondern nur die Leidenschaften, durch Schilderung
des Bestehenden als absolut verwerflich, anreizt?
Wir werden sehen, wie die erregten Arbeiter 1831 und
später zur Zeit der Chartisten in seinen Worten sprechen.
Bentham ist der erste grundlegende Wortführer all der-
jenigen Richtungen, welche den englischen Staat des 18. Jahr-
hunderts angreifen und dabei die Staatsidee selbst verlieren.
Wenn man vom einzelnen Menschen ausgeht und den Staat
nur als etwas dazu kommendes, Secundäres betrachtet, so
kann man überhaupt nur mehr sociale Beziehungen und In-
teressen verstehen. Das Streben des erstarkten Bürgerthums
nach politischer Macht gegenüber der alten Aristokratie zu
dem Zwecke sich weiter zu bereichern, und die Feindseligkeit
der Arbeiter gegen die Regierung in Folge von materiellem
Elend — für diese beiden Empfindungen liefert Bentham die
Formel.
Er bleibt dabei im Wiederspruch stecken und beweist
wider Willen die Verkehrtheit der absoluten Demokratie,
Wenn, wie es in der zweiten Vorrede zum Fragment
(Werke, Bd. I, 8. 244) an so vielen Stellen klar ausgespro-
chen ist:
1) das Ziel aller Gesetze u. s. w. das grösste Glück der
grössten Zahl sein soll;
wenn dem im Wege steht der natürliche. Egoismus aller
Menschen, demzufolge sie ihr Interesse dem der Ge-
sammtheit vorziehen;
3) wenn man daher die Interessen der Regierenden und der
Gesammtheit künstlich identisch machen muss durch abso-
2)