Full text : Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

34

Einleitung.

in Erwägung, dass die Leute, wenn sie das Alles verzehrt
 haben, dann in ein anderes Kirchspiel wandern und
zuletzt Landstreicher und Vagabunden werden — —
soll es gesetzlich erlaubt sein, dass auf Klage der Kirchenvorsteher
 oder Aufseher eines Kirchspiels von einem Friedensrichter
 innerhalb 40 Tagen nach erfolgter Niederlassung einer
solchen Person in einem Besitzthum unter dem Werthe von
10 Pfund jährlich, je zwei Friedensrichter — Personen, die
voraussichtlich dem Kirchspiel, in das sie einziehen, zur Last
fallen werden, ausweisen und in das Kirchspiel spediren dürfen,
in dem diese Personen zuletzt heimathsberechtigt waren durch
Geburt, Haushaltung, Aufenthalt, Lehrlingsschaft oder Dienstverhältniss
 von mindestens 40 Tagen, es sei denn, dass diese
Personen eine nach der Ansicht der Friedensrichter genügende
Sicherheit für Entschädigung des Kirchspiels geben — —.*
Gegen einen solchen Spruch von zwei Friedensrichtern
ist Appellation an die nächsten Quartalsitzungen nach Art. 2
gestattet, Art, 3 verfügt, dass Arbeiter behufs* Uebernahme
bestimmter Arbeiten ihren Heimathsort verlassen dürfen, wenn
ihnen durch Atteste des geistlichen Kirchenvorstehers und
Armenaufsehers bezeugt war, dass sie ein Wohnhaus haben,
in dem sie Familienangehörige zurücklassen und dass sie Einwohner
 sind. Sie erwerben aber an dem Orte, wo sie arbeiten,
kein Heimathsrecht, können vielmehr nach Vollendung der
Arbeit oder, wenn sie arbeitsunfähig werden, zurückspedirt,
im Weigerungsfall in ein Correctionshaus oder öffentliches
Arbeitshaus eingesperrt werden. Kirchenvorstände und Aufseher
 der Heimathsgemeinde, welche die Aufnahme verweigern,
können vor den Assisen belangt werden.
Danach konnte sich jede Gemeinde aller Zuwandernden
innerhalb 40 Tagen wieder entledigen — vorausgesetzt, dass
der Zuwandernde ein Heimathsrecht in England besass. Die
Strenge des Ausweisungsrechts war also auf Ausländer nicht
anwendbar.
Die 40 Tage Aufenthalt, durch die man Heimathsrecht
gewann, sollten seit Jacob II. erst von der Anmeldung bei
den Kirchenvorstehern und Aufsehern des neuen Wohnorts.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.