Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Zweites Buch, Cap. 4. 
wenn diese sich assocliren, was bekanntlich sehr schwierig ist. 
Andernfalls muss Einer als Besitzer eine beherrschende Stel- 
lung gegenüber den Nichtbesitzern erlangen. Aber auch wo 
etwa eine Maschine von einem Arbeiter bedient wird, ist 
diese gewöhnlich kostspieliger als ein Werkzeug und sowie 
mechanische Kräfte angewendet werden, wird entweder die 
einzelne Maschine wegen des von ihr geübten grossen Kraft- 
effects sehr gross und also auch theuer, oder es muss so ein- 
gerichtet werden, dass eine Vorrichtung zur Erzeugung mecha- 
nischer Kraft viele gleichartige Maschinen, z, B. Webstühle, 
treibt. 
Die meisten und wichtigsten Maschinen kann also nur ein 
Capitalist besitzen und die Schwierigkeit, d. i. Kostspieligkeit 
ihres Erwerbs, erhöht beständig die Aussichtslosigkeit des 
Arbeiters, selbst Maschinenbesitzer zu werden. Die Maschine 
erweitert nothwendig die Kluft zwischen Capital 
und Arbeit. Zugleich zwingt sie wegen der Nothwendigkeit 
der Arbeit in geschlossenen Räumen zur Auflösung des Familien- 
lebens des bisherigen Hausindustriellen resp. Handwerkers, 
Sie verschiebt aber nicht nur die Verhältnisse der mecha- 
nisch Arbeitenden und zwar abgesehen von häufiger anfäng- 
licher Lohnerhöhung zunächst in ungünstiger Weise — sie 
indert auch die Lage des Capitalisten. 
Dieser wird mächtiger, als der über Hausindustrielle 
herrschende Kaufmann es war, denn er hat das Arbeits- 
instrument in der Hand, ohne iwelches überhaupt erfolgreich 
nicht mehr gearbeitet werden kann. Die Möglichkeit, sich zu 
einem selbständig verkaufenden Producenten zu entwickeln, 
wird für den Arbeiter noch weit geringer. Der Fabrikant 
‚rägt aber zugleich mehr Risico als der Kaufmann und er 
wird abhängiger von seinem Besitz. 
Die Ausdehnung der Maschine bedeutet ein relativ stär- 
keres Anwachsen der fixen Capitalgüter gegenüber den um- 
laufenden. Auch in der Hausindustrie kommt es vor, dass 
der Kaufmann Webstühle, Strumpfwirkerrahmen u. dgl. besitzt 
und ausleiht. Allein dies ist nicht nothwendig mit der Haus- 
industrie verbunden, diese Werkzeuge können auch dritten
	        
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