Opposition gegen Maschinen und Fabriken. ; 605
Jenny insbesondere beruhigten sich die Arbeiter in Lancashire
bald.) —
Gleichzeitig litt Arkwright selbst unter dem Neid anderer
Capitalisten, was ihn zur Stiftung eines zweiten Hauptsitzes der
Baumwollspinnerei in Schottland veranlasste; die Gegner
waren wenigstens insofern erfolgreich. als Arkwright sein Pa-
tent verlor.?)
1782 war es nöthig, ein allgemeines Gesetz gegen die
Zerstörung von Producten oder Werkzeugen der Textilindustrie
zu erlassen ®), welches Gesetz ältere Strafbestimmungen für ähn-
liche Deliete in der Woll- und Seidenindustrie ersetzte. Es
folgte 17881) ein Gesetz zum speciellen Schutze der Strumpf-
wirkerrahmen, die zwar noch nicht in grossen Fabriken stan-
den, aber wegen ihrer Kostspieligkeit dem „Manufacturer“ (d. h.
herrschenden Kaufmann) gehörten und von diesem an hausin-
dustrielle Arbeiter ausgeliehen wurden, Die Arbeiter wende-
ten, da einmal der Kampf zwischen Arbeit und Capital aus-
gebrochen war, ihre Wuth gegen diese Maschinen, welche, da
sie ihnen nicht gehörten, ein Factor ihrer Unterdrückung
waren. Hier handelte es sich aber nicht nur um Zerstörung,
sondern auch um Unterschlagung der Maschinen.
17895) wurde die Gesetzgebung von 1782 auch auf Schottland
ausgedehnt und bei dieser Gelegenheit zugleich das Verbrennen
von beladenen Schiffen neuerdings mit schwerster Strafe bedroht.
Der Kampf gegen die Maschinen in der Tuchindustrie
begann 1794 lebhaft zu werden.®) Tuchweber aus Gloucester-
shire petitionirten unter Berufung auf 5. und 6. Edw. VI. c. 22
gegen die im vorigen Paragraphen erwähnte Walkmühle. Man
gestand übrigens zu, dass dieselbe für grobes Tuch zugelassen
werden solle, verlangte aber ihr Verbot für feines Tuch. Auch
1) 8. Aikin a. a. 0. S. 167,
?) Baines a. a, O. S. 164, 198.
s) 22. Georg III. c. 40.
4) 28, Georg HILL c. 55,
5) 29. Georg IIL c. 46.
8) 8. Journals of the House of Commons Vol. 49; 16. Mai, 24. Jan,,
13., 18., 31. März, 8., 30. April, 2., 8, 9. Mai.