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Zweites Buch, Cap. 4.
wirthschaftlichen Verhältnisse betrachtet werden muss !). Hartherzige,
nur vom Erwerbssinn beherrschte Unternehmer sammelten
obdachlose Arbeiter, Frauen und Kinder zu einem
sogenannten Gang und übernahmen mit diesen nomadisirenden,
auf's Härteste behandelten und ausgepressten Arbeitskräften
grössere landwirthschaftliche Arbeiten in Accord. Sie
und die Pächter profitirten davon, die Arbeiter aber wurden
eine demoralisirte Bande ohne Heimath und Familie, schlecht
gelohnt und ernährt und verfielen der widerwärtigsten geschlechtlichen
Verwilderung. Die Lage solcher Gangarbeiter
war noch schlechter als die von Fabrikarbeitern, da sie überhaupt
gar keine Wohnung mehr besassen. Dazu führte das
System, welches lediglich danach strebte, mit‘ dem geringsten
Aufwand den grössten Productionseffeet zu erzielen und vergass,
dass alle Steigerung der Production nur einen Sinn hat,
wenn sie zur Verbesserung des ganzen menschlichen Daseins
aller Betheiligten dient.
Auch an dieser Erscheinung sieht man, dass Herrschaft
des Grosscapitals und Grossindustrie zunächst den Zweck der
Reichsthumsvermehrung einseitig in’s Auge fassten — die
Aufgabe der Zeit war und ist es, nicht der möglichst
vollkommenen Erreichung dieses Ziels Hindernisse in den
Weg zu legen, wohl aber ist es nöthig, dass wir bei dieser
einseitigen und sozusagen vorbereitenden Arbeit nicht stehen
bleiben. —
‘) Eine authentische Beschreibung dieses Systems s. Anhang unter N.