M. Frauen und Kinder in den Gewerben. 745
und moralisch und religiös sind, oder ob sie zänkisch, gottlos, schamlos
und dem Trunke ergeben sind.“
Mr. Waring sagt von der Aenderung, die bei den Bergleuten in South
Sloucestershire und in dem Forest of Dean erzielt worden ist:
„Durch die Bestrebungen jener grossen Reformatoren des Lebens
und der Sitten, des berühmten Wesley und Whitf£ield, ward ein Werk be-
gonnen, welches seitdem in stetem Fortschreiten begriffen ist, indem nicht
aur ihre Schüler, sondern auch die von der Nationalkirche, von ihrem
Beispiel angespornt und hingerissen, in ihre Fusstapfen traten. Für den-
jenigen, der die Gegend vor vierzig Jahren kannte, und zu diesen gehöre
ich selbst, ist es interessant, die Folgen dieser Thätigkeit zu sehen, wenn
man den jetzigen Zustand mit dem damaligen vergleicht, wo Scandale an
ler Tagesordnung waren und man in einer beständigen Furcht vor ge-
waltthätigen Angriffen auf das Eigenthum und die allgemeine Sicherheit
lebte. Man konnte damals durch einige der Dörfer und Weiler nicht
reiten, ohne sich den Beschimpfungen der Knaben auszusetzen, die ohne
jede Provocation Pferd und Reiter mit Steinen warfen. Die „Kingswood-
Bergleute“, das war damals ein Ausdruck, der alles in sich schloss, was im
Gegensatz zur Bildung, Ordnung und Religion stand. Jetzt haben die
Leute dort vielleicht eben so anständige Manieren, als man überhaupt bei
der Mehrzahl der Bewohner ländlicher Districte findef; die vielen Stätten
der Andacht sind gut besucht, unter den Bergleuten befinden sich viele
Mitglieder der verschiedenen religiösen Gemeinden. Jede öffentliche Ent-
weihung des Sabbaths wird sehr ernstlich gerügt', sogar von Solchen, die
sich nicht zum Glauben bekennen, die aber ehrbar und nüchtern in ihren
Gewohnheiten sind. In Verbindung mit den meisten der parish-Kirchen
sind schon seit langer Zeit Nationalschulen gegründet worden, und der
von ihnen erzielte Fortschritt bei der heranwachsenden Generation steht
im Verhältniss zu dem Umfang ihrer Bestrebungen.“
Drei freie Kirchen und damit in Verbindung stehende Schulen sind
im Forest enstanden; in zwei bestimmten Orten sind es Wesleyaner und
Independenten, welche durch ihren Einfluss vielen Nutzen stiften, während
an der südwestlichen Grenze die Baptisten überwiegend sind und sogar
„inige der wohlhabendsten Kohlenbergwerkbesitzer zu den’Ihrigen zählen.
In Coleford, Clearwell und Bream sind Capellen und Schulen entstan-
den. Die „English Bicknor-National-School“ wird von vielen Kindern aus
dem Kohlendistriet bei Lydbrook und von Kindern aus den Zinnwerken
in jenem Dorfe besucht. Zwei Kleinkinderschulen hängen damit zusammen.
„Im Ganzen können die Nationalschulen in den Grenzen des Forest un-
yefähr 1500 Kinder versorgen und in diesem Augenblick werden factisch
angefähr 850 Kinder dort unterrichtet.“