Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Erstes Buch, Cap. 1. 
für ihn vom Herausgeber vollständig aufgezählt werden. Sein 
letztes grosses Werk, die „Natural Theology“ enthält die voll- 
kommenste Zusammenfassung des Paley’schen Gottesglaubens 
und Christenthums — seine für uns bedeutungsvollste grössere 
Schrift ist aber die erste, nämlich die „Principles of Moral 
and Political Philosophy“ von 1785. 
Um zuerst einen kurzen Blick auf die späteren Werke 
zu werfen, so enthält die „Natural Theology‘“ in äusserst ge- 
schickt populärer Darstellung, in verschiedenen angenehm an- 
regenden Variationen und mit Aufwand einiger naturwissen- 
schaftlicher Kenntnisse den alten trivialen Satz, dass es einen 
Gott geben müsse, weil alle Naturgesetze einen Gesetzgeber, 
weil alles Kunstvolle, Schöne und Zweckmässige einen Grund 
und eine Ursache, einen schaffenden Willen voraussetzt. 
Wenn wir die Welt ansehen, so müssen wir gerade so einen 
denkenden Schöpfer der Welt annehmen, als uns der Anblick 
der Uhr zur Annahme der Existenz eines Uhrmachers zwingt, 
Denn jede sinnreiche Schöpfung muss einen sinnreichen Schöpfer 
haben (‚‚a contrivance must have a contriver*‘). 
Diese äusserst nüchterne und von Paley ohne jeden prak- 
tischen oder theologischen Schwung ausgeführte Betrachtung 
ist an sich nichts Weiteres als eine Anwendung des allgemei- 
nen Causalitätsgesetzes, sie sagt uns des Näheren über das 
Wesen Gottes und seine fortgesetzten Beziehungen zur Welt 
Nichts. Man gewinnt im Grunde nur einen Namen für die 
unbekannte Ursache aller Dinge und die Vorstellung , dass 
diese Ursache, genannt Gott, eine mit Selbstbewusstsein be- 
gabte und mit bewussten Absichten erfüllte Persönlichkeit 
sein müsse. Dabei ist aber nur die Nothwendigkeit einer Ur- 
sache überhaupt strikte beweisbar und bewiesen, während für 
die Behauptung, dass der schaffende Gott in der That „an 
intelligent Creator“ sein müsse, sich nur eine grosse 
Wahrscheinlichkeit beweisen lässt. 
Indessen Paley ist der Ansicht, dass sein auf rein rationa- 
listischem Wege bewiesener Gottesglaube das religiöse Gefühl 
überhaupt belebe und eine Neigung zum Glauben an Offen- 
barung hervorrufe. Aus dem Theismus der ‚natürlichen
	        
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