Full text: Vorschule der Volkswirthschaft

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rendes Streben nach der Region des Wohlstandes und der Muße, 
und sie nähert sich ihr immer mehr. Die Unterrichtsmethoden wer⸗ 
den vervollkommnet; die Bücher werden wohlfeiler; die Bildung 
wird in weniger Zeit und mit weniger Kosten erworben; die früher 
von einer Klasse oder gar einer Kaste als ausschließliches Eigenthum 
in Anspruch genommene, durch eine todte Sprache verschleierte, oder 
durch eine Hieroglyphenschrift versiegelte Wissenschaft wird in der 
zewöhnlichen Sprache geschrieben und gedruckt, sie durchdringt, so 
zu sagen, die Atmosphäre, und wird wie die Luft eingeathmet. 
Zu gleicher Zeit, während eine allgemeinere und gleichere Bil⸗ 
dung die beiden Schichten der Gesellschaft einander nähert, wird 
die Vermischung durch sehr wichtige, an das große Gesetz der Con⸗ 
rurrenz sich knüpfende Erscheinungen beschleunigt. Der Forschritt 
der Mechanik vermindert unaufhörlich das Verhältniß der rohen 
Arbeit. Die Theilung der Arbeit vereinfacht und vereinzelt jede 
Beschäftigung, und macht somit Industriezweige, welche zuerst nur 
von Einzelnen getrieben werden konnten, Allen zugänglich. Noch 
mehr: eine Gesammtheit von Arbeiten, welche ursprünglich sehr 
mannigfaltige Kenntniß voraussetzt, gehört jetzt, im Laufe der Jahr— 
hunderte zur bloßen Routine geworden, der Thätigkeit der ungebil⸗ 
detesten Klassen an, nämlich der Ackerbau. Die Verfahrungsarten, 
die in demselben angewandt worden, verschafften im Alterthume 
ihren Erfindern die Ehre der Vergötterung, heut zu Tage sind 
sie das Erbtheil und fast ausschließliche Eigenthum ungebildeter 
Menschen. 
Die Concurrenz strebt dahin, alle übermäßig hohen oder ge⸗ 
ringen Löhne einem gleichmäßigen mittleren Standpunkte zu nähern, 
und erhöht diesen selbst nothwendig. Sie belästigt allerdings die 
Menschen, sofern sie Producenten sind, aber nur, um die allgemeine 
Lage der Menschheit in dem einzigen Gesichtspunkte zu berbessern, 
welcher sie vernünftiger Weise erheben kann, dem des Wohlstands, 
der Gemächlichkeit, der Muße, der geistigen und moralischen Ver⸗ 
vollkommnung. 
Wenn wir den gegenwärtigen Wohlstand der arbeitenden 
Klasse mit der Lage bergleichen, welche ihr Loos in der gesellschaft⸗
	        
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