Full text: Vorschule der Volkswirthschaft

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Münzstücke, deren Abnutzung einen gewissen Procentsatz überstiegen 
hat, bei den öffentlichen Kassen anzuhalten und einzuschmelzen. Fer— 
ner hat man bei der Modalität der Ausprägung darauf zu achten, 
ein solches Mischungsverhältniß und solche Größenverhältnisse u. s. w. 
zu wählen, welche erfahrungsmäßig der Abnutzung am wenigsten 
ausgesetzt sind. 
Aus einer größeren Summe preußischer Thaler, wie man sie 
gerade vom Geldwechsler erhalten hatte, wurden ohne irgend eine 
bestimmte Auswahl die eben zur Hand liegenden, vor 1816 ge— 
prägten 60 Stück genommen und zunächst nach ihrem Alter in2 
Hälften von je 80 Stück getheilt. Diese Zahl wurde deshalb ge⸗ 
nommen, weil bekanntlich nach dem Wiener Münzvertrage von 
1857 30 Vereinsthaler, mit denen die älteren Thalerstücke 14 auf 
die Kölnische Mark gleichgestellt werden, genau ein metrisches Pfund 
feines Silber enthalten sollen und also das direkte Resultat der 
Einschmelzung und Untersuchung von je 80 Thaler die Differenz 
am deutlichsten vor Augen stellen muß. 
Die eine Partie bestand aus Stücken folgender Jahrgänge: 
1770 1 Stück. 1793 2 Stück.. 
1771 1, 1795 11, 
1775 28, 17960 
1784 2, 1799 
1785 4 1802 
1788 4 1808 
1790 1, 1809 1 
1791 1., 181 838, 
Das Gewicht dieser 830 Thalerstücke ward vor und nach der 
Reinigung auf 1317 Pfund metrisches Gewicht ermittelt, und be— 
trug nach dem Umschmelzen in einen Barren 1,315 Pfund. Der 
Feingehalt desselben ward, übereinstimmend bei zwei verschiedenen 
genauen Untersuchungen, zu 0,749 fein Silber gefunden. 
Verglichen mit dem ursprünglichen gesetzlichen Münzfuße von 
1764 ergiebt sich hiernach folgendes Resultat 
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