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gemeinschaftlichen Gewalt, welche, wie Sie sagen, den Auftrag hat,
Jedem das Seine zu garantiren. Aber hier übernimmt der Staat
mit den menschenfreundlichsten Absichten von der Welt eine ganz
neue Aufgabe, welche, wie es mir scheint, die erste nicht nur aus—
schließt, sondern geradezu aufhebt. Es gefällt ihm, sich zum Richter
über die Gewinnste zu machen, zu beschließen, daß die eine Arbeit
zu niedrig belohnt wird, die andere zu hoch; es gefällt ihm, eine
allgemeine Ausgleichung vorzunehmen, und wie Herr Billault sagt,
den Pendel der Civilisation von der Freiheit des Individualismus
nach der entgegengesetzten Seite schwingen zu lassen. Demnach
legt er auf die ganze Gemeinschaft eine Steuer, um unter dem
Namen von Prämien denen, welche gewisse Producte ausführen,
ein Geschenk zu machen. Er behauptet, dadurch die Industrie zu
befördern; aber er müßte vielmehr sagen: eine Industrie auf Kosten
aller Andern. Ich will mich nicht dabei aufhalten, zu zeigen, daß
er die Schmarotzerpflanze auf Kosten des Fruchtbaums pflegt, aber
ich frage Sie, wenn er einmal diesen Weg betritt, berechtigt er
dann nicht jeden Arbeiter, auch eine Prämie zu verlangen, wenn
er den Beweis führt, daß er nicht so viel als sein Nachbar gewinut?
Ist es die Aufgabe des Staates, alle diese Forderungen anzuhören,
und je nachdem sie begründet sind, ihnen Folge zu geben? Ich
glaube es nicht; aber diejenigen, welche es glauben, müssen den
Muth haben, diese Meinung offen auszusprechen und zu sagen: die
Regierung ist nicht beauftragt, das Eigenthum zu garantiren, son .
dere es auszugleichen, mit andern Worten: Es giebt kein Eigenthum.
Ich behandle hier nur eine principielle Frage; wollte ich unsere
Ausfuhrprämien nach ihren ökonomischen Wirkungen untersuchen, so
würde ich leicht beweisen können, daß sie die lächerlichsten Maßregeln
von der Welt sind; denn sie sind weiter nichts als ein Geschenk
Frankreichs an das Ausland. Nicht der Verkäufer empfängt sie,
sondern der Käufer, kraft desselben Gesetzes, welches Sie selbst be—
züglich der Steuern ausgesprochen haben, daß schließlich der Con-
sument alle Lasten trägt, weil er alle Vortheile der Produetion ge⸗
nießt. Auch ist es mit den Prämien sehr närrisch gegangen. Einige
fremde Regierungen sagten sich: „Wenn wir unsere Eingangszölle