Full text: Vorschule der Volkswirthschaft

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nisse eine weit größere Zahl Arbeitsstunden widmen müssen. Also 
wollen wir ein Gesetz machen, welches jenen Haudel verbietet, und 
zur Ausführung eine Schaar von Beamten ernennen, welche von 
den Proletariern gemeinschaftlich mit uns bezahlt werden müssen. 
Ich frage Sie, hieße das nicht Unterdrückung auf das Aeußerste 
treiben, und die kostbarste Freiheit und die erste und heiligste Grund— 
lage des Eigenthums vernichten? Dennoch fiele es vielleicht den 
Grundeigenthümern nicht schwer, dieses Gesetz den Arbeitern als 
eine Wohlthat anzupreisen, nnd es von ihnen annehmen zu lassen. 
Sie würden etwa sagen: 
„Wir haben es nicht zu unserem Besten gemacht, nein, zu dem 
Eurigen, ihr guten Lente; unser Interesse kümmert nuns wenig, wir 
denken nur an das Eurige. Dank jener weisen Maßregel wird der 
Ackerbau auf unserer Insel blühen, wir Eigenthümer werden reich 
werden, und also in den Stand gesetzt sein, Euch viel Arbeit zu 
geben und zu bezahlen; ohne jenes Gesetz gingen wir zu Grunde, 
und was wird dann ans Euch? Die Insel würde von außen mit 
Lebensmitteln und Rohstoffen überschwemmt werden, Eure Schiffe 
würden immer hin, und herfahren. Allerdings würde rings um 
Euch die größte Fülle herschen; aber würdet Ihr daran Theil haben? 
Auch glaubt ja nicht, daß Euer Lohn so hoch bleiben, ja noch mehr 
steigen würde, weil die Fremden nur die Zahl derer vermehrten, 
welche nach Eurer Arbeit fragen. Wer bürgt Euch dafür, daß es 
ihnen nicht einfällt, ihre Producte Euch umsonst zu liefern? In 
diesem Falle hättet Ihr gar keine Arbeit und keinen Lohn mehr, 
und kämet mitten im Ueberfluß elend um. Folget uns, und nehmet 
unser Gesetz dankbar an; vermehret Euch immer fort; alle Lebens- 
mittel, welche über unseren Bedarf hinaus auf der Insel vorhanden 
sind, sollt Ihr für Eure Arbeit bekommen, an der es Euch also 
aie fehlen kann. Vor Allem aber glaubt ja nicht, daß es sich hier 
um einen Kampf zwischen Euch und uns handle, in dem Eure 
Freiheit und Euer Eigenthum auf dem Spiele ständen: höret 
nie auf die, welche Euch dies vorschwatzen. Ein Kampf findet 
statt zwischen Euch und den Ausländern, den verdammten Var—
	        
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