Full text: Vorschule der Volkswirthschaft

Zusammenwirkung dieser Kräfte beruhen unerschöpfliche Verbindungen. 
Es ist ein nützliches Werk zu Stande zu bringen, z. B. eine Straße 
zu bauen, oder ein Land zu vertheidigen. Der eine stellt der Ge— 
sellschaft seine Kraft, der andere seine Geschicklichkeit, dieser seine 
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kraft und sogar seinen Ruf zu Gebot. Es ist leicht zu begreifen, 
daß dieselben Menschen, handelten sie getrennt, weder dasselbe Re⸗ 
sultat erreichen, noch auch nur sich denken könnten. Wir sind ja 
nicht alle gleichmäßig mit Kraft, Muth, Einsicht, Geduld, mit künst 
lerischen, wissenschaftlichen, gewerblichen Fähigkeiten begabt. Ohne 
Vereinigung würde diese Verschiedenheit unser Elend und nicht 
unsern Nutzen begründen; jeder würde mehr den Mangel fremder, 
als den Vortheil eigener Fähigkeiten empfinden. Dank der Asso⸗ 
ciation kann der starke Mensch bis zu einem gewissen Grade der 
Einsicht entbehren, der geistvolle der Stärke: durch die bewunderns— 
würdige Gemeinschaft, die sie unter den Menschen herstellt, hat jeder 
an den hervorragenden Eigenschaften seiner Nebenmenschen Theil. 
Die Vereinigung der Kräfte schließt aber den Tausch in sich. 
Damit die Menschen zum Zusammenwirken sich entschließen, müssen 
sie eine Theilnahme an der erlangten Befriedigung in Aussicht ha 
ben. Jeder läßt aus seinen Austrengungen den Andern Nutzen 
ziehen und zieht selbst aus den Anstrengungen Anderer nach einem 
vorher festgesetzten Verhältniß Nutzen, was eben Tausch ist. 
Die Theilung der Arbeit, d. h. die Vertheilung der Beschäf— 
tigungen unter die Menschen, ist im Grunde nichts, als eine be— 
sondere Art, sich zu associiren, d. h. die menschlichen Kräfte zum 
Zusammenwirken zu vereinen. 
Wir haben oben gesehen, welches nach A. Smith die Gründe 
des Zuwachses in der Masse von Arbeit sind, die dieselbe Men⸗ 
schenzahl in Folge der Arbeitstheilung verrichten kaun. Diese 
Theilung, fährt derselbe nach der obigen Auseinandersetzung fort, 
aus welcher so viele Vortheile sich ergeben, ist nicht ursprünglich 
das Werk menschlicher Weisheit, welche die allgemeine Wohlhaben⸗ 
heit, zu der es führt, vorhergesehen und bezweckt hätte. Sie ist 
die nothwendige, wiewohl sehr langsame und stufenweise Folge eines
	        
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