Politische u. soziale Wandlungen; Schicksale des ostfränkischen Reiches. 121
der Stammesentwicklung, so konnte das nur geschehen durch
Vereinigung der Königsgewalt mit der ersten Herzogswürde des
Landes: dem sächsischen Herzog, dem sächsischen Stamm mußte
die Verantwortlichkeit für die Einheit des Reiches übertragen
werden. Neidlos band König Konrad, der Franke, seinem
Bruder Eberhard, dem Frankenherzog, seinen dahin gehenden
letzten Willen auf die Seele. So sah er scheidend das Ende
einer unfruchtbaren Herrschaft: im Tode hat er das Reich
geschaffen.