Full text: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Sieg der kirchlichen Ideen über Papsttum u. Kaisertum zugleich. 401 
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aoch mehr dessen Sohn Friedrich, der spätere Kaiser, waren 
empört über die Bevorzugung des österreichischen Halbbruders 
Heinrich. Untereinander verschwägert, erhoben beide Parteien 
Einspruch gegen die Vergabung Baierns an Heinrich, und König 
Konrad gelang es nicht, sie auf die Dauer zu beschwichtigen. 
Dazu kamen Unruhen in andern Teilen des Reiches. In 
Sachsen zeigte der junge Heinrich der Löwe überraschend früh 
Spuren bedenklicher Selbständigkeit; nach dem Tode seiner 
Mutter Gertrud (18. April 1148) fühlte er sich dem König 
kaum noch verpflichtet. Niederlothringen, schon unter Hein— 
rich V., noch mehr seit Lothar dem Reiche entfremdet, kümmerte 
sich selten um den König, obwohl gerade die weltlichen Großen 
Lothringens Konrad zuerst anerkannt hatten. Am Oberrhein 
wie in Burgund griff Konrad ohne besondere Erfolge ein; bald 
war er machtlos; das bedeutende Geschlecht der Zähringer 
lehnte sich an die Welfen an; im Jahre 1148 heiratete schließ⸗ 
lich Heinrich der Löwe Clementia, die Tochter des Zähringers 
Konrad. Und neben alledem riß den König seine enge Ver— 
bindung mit den österreichischen Fürsten auch noch hinein in 
die böhmischen, polnischen und ungarischen Wirren, wobei es 
selbstverständlich war, daß er mit seinen geringen Kräften die 
Ehre des Reiches nicht zu wahren verstand. 
Das alles rief in Deutschland ein allgemeines Gefühl des 
Unbehagens hervor. Zufrieden war nur, wer die königliche 
Gewalt haßte oder mißbrauchte. Unbehelligt kamen und gingen 
die päpstlichen Legaten“; die Fürsten folgten ihren territorialen 
Gelüsten; die Ministerialen, die alten Schützlinge der salischen 
Dynastie, erhoben jetzt kühner ihr Haupt, und die niedern 
Volksklassen verhöhnten den König. In seinen Fundamenten 
schien das Reich zu wanken. 
Da nahte befreiend, wenn auch unter einen höheren Ge— 
danken beugend, Königtum und Papsttum gemeinsam erfassend 
und dem gleichen Zwecke unterordnend: der zweite Kreuzzug. 
Die Eroberung Jerusalems, die Begründung lateinischer 
1 S. Hauck IV 160 ff. Vgl. schon Meyer v. Knonau IV (1908) S. 67. 
Kamprecht, Deutiche Geschichte II. 26
	        
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