Erstes Kapitel.
Nufschwung des Rönigtums unlker den
Htaufern, erneutes Gtreben nach universaler
Gewalk; 1152 - 1197.
Die Regierung König Konrads III. war in ein Zeitalter
oölliger politischer Ohnmacht in Deutschland, höchsten Triumphes
der Kirche gefallen: das Verhältnis des Abtes Bernard von
Clairvaux zum Könige hatte als kennzeichnend für die deutsche
Lage betrachtet werden können.
Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts änderten sich die
Dinge. Mit Bernard von Clairvaux starb am 28. August 1153
der Beherrscher einer untergehenden Welt; er hat noch die
Wahl Friedrichs J., des staufischen Nachfolgers Konrads III.,
des Vertreters eines neuen, völlig anders gearteten Zeitalters
erlebt. Nun traten die religiösen Fragen bei der politischen
Ohnmacht des Papsttums und der religiösen Erschöpfung der
Laienwelt zurück; den breiten Raum im geschichtlichen Leben
nehmen weltliche Interessen ein: die gewaltige Umwälzung auf
wirtschaftlichem und sozialem Gebiete, von der soeben die Rede
war, beginnt überall die Frucht freier staatlicher Maßregeln zu
zeitigen, und auf geistigem Gebiete begegnen die Anfänge einer
ersten nationalen, noch dichterisch charakterisierten Laienkultur im
Singen und Sagen der Ritter. Es ist die Zeit der Frou Werlt,