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Drittes Kapitel. Geistige Kultur der Stauferzeit.
. Asthetischer Charakter der Bildung, konventio—
neller der Anschauung. *
Die Formen geschichtlichen wie systematischen Denkens
noch dichterisch. Wahrheit und Dichtung in der Vorstellung
häufig noch nicht geschieden. Die Bildung eine solche ästhe⸗
tischer Lebenshaltung; ihr Ideal die maze. Konventioneller
Charakter des Geisteslebens, kein individualistisches Selbst⸗
bewußtsein. Konventionelle Wiedergabe des Menschen und
der Natur in Kunst und Dichtung.
204 214
II. ÜUbergänge vom ottonischen Geistesleben zur
ritterlichen Kulturr. 214-22)
Herabsinken der lateinischen Renaissance ins Volkstümliche.
Streng geistliche Dichtung in deutscher Sprache. Geistliche
Stoffe in volkstümlich-deutscher Fassung. Weltlich-französische
Stoffe in geistlichen Händen. Analoge Entwickelungsvorgänge
auf dem Gebiete der Malerei.
III. Vorblüte der neuen Kultur...1
Hebung der dichterischen Thätigkeit der Fahrenden. Um—
gestaltung des Heldensangs; seine Wanderung nach Baiern
und sterreich, seine schriftliche Aufzeichuung in den Formen
der höfischen Dichtung. Volkstümliche Lyrik. Entstehung
und erste Entwickelungsformen der höfischen Lyrik.
221 -228
1V. Höhezeit der ritterlichen Kultur: Dichtung.
Französischer Einfluß auf die deutsche Lyrik. rReflektierte
Minnepoesie. Walther von der Vogelweide und spätere Lyriker.
Epik: französische Einwirkungen und deren deutsche Verarbeitung;
früheste Epen; Heinrich von Veldeke, Hartmann von Aue,
Gottfried von Straßburg, Wolfram von Eschenbach.
V. Höhezeit der ritterlichen Kultur: Kunst.. 240 - 247
Die Frage des französischen Einflusses. Blütezeit der
Federzeichnung, Fortbildung zu einer neuen Guachetechnik.
Verfall des ornamentalen, Entwickelung des konventionellen
Formenkanons. Beseitigung der hieratischen Kunst in der
Buch-⸗ und Wandmalerei. Plastik: Erzguß, Skulpturen in
Ostthüringen.
VI. Verfall..* 247252
Lyrik: Poesie der hohen Minne, Dorfpoesie, Volkslied.