thumbs: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

ITALIEN. — Finanzen Finanzgeschichtliche Notizen). 
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Im Uebrigen hat der König eine Verminderung seiner Civilliste von 
3 Millionen gewährt. 
Um wenigstens einige Uehersicht hez. der Einzelheiten des Bud 
gets zu gewähren, lassen wir die Hauptpositionen des für 1864 aufge 
stellten folgen, obwül auch diese Festsetzungen mehrfach abgeändert 
und schliesslich in keiner Feststellung eingehalten wurden : 
Einnahme, a. ordentliche: 
1. Grundsteuer (Einkommensteuer V. Immobiliarbesitze) Lire 112*009,510 
2. Einkommensteuer vom Mobiliarbesitze 13*929,667 
3. Mutationsgebühr (Enregistrement) 66*125,750 
4. Zölle 63*000,000 
5. Accise (Octrois) 22*825,197 
6. Regalien (Salz, Tabak, Pulver, 111*160,000 
7. Lotto 37*042,282 
8. Ertrag der Domänen 49*766,152 
9. Verschiedene Einnahmen, Rückersätze etc 46*244,471 
522*103,029 
b. ausserordentliche Einnahme 150*286,422 
Zusammen Lire 672*389,451 
Ausgabe : 
ordentl. ausserordentl. 
1. Ministerium der Finanzen . . 390*440,882 12*122,954 
2. Min. d. Justiz u. d. Cultus. . 29*475,505 1*114,000 
3. - - Auswärtigen. . . . 3*393,014 173,220 
4. - - Unterrichts .... 14*730,167 806,187 
5. - - Innern 48*629,528 15*385,426 
6. - - öffentl. Arbeiten . . 65*046,053 44*972,486 
7. - - Kriegs 191*626,575 41*700,725 
8. - - Marine 40*726,727 21*704,082 
9. - - Ackerbaus, Handels etc. 3*412,088 2*148,254 
787*4HO,539 140*127,335 
Total nach dieser (modihcirten) Feststellung . . 927*607,874 
Nimmt man darnach den Bedarf für das Kriegswesen (Landmacht 
u. Marine) zu 305*758,1 10, den für die Schuld zu 196*772,400 L. an, 
so ergibt sich eine Gesammtsumme von nicht weniger als 502*530,600 
Lire, d. h. 06,25 Proc. der ordentl. Einnahme; für alle übrigen Be 
dürfnisse bleiben nur noch 3,75 Proc. ! 
Finanzgeschichtliche Notizen'. Schon vor der Zeit der Bildung des 
jetzigen Staate^ reichten die gewöhnlichen Einnahmen in den meisten 
Staaten nicht aus zur Deckung der Bedürfnisse. Correnti und Maestri 
berechnen: 1852 hätten sich die Einkünfte aller nun vereinigten Ge 
biete auf 118%, die Ausgaben auf 446'/* Mill, belaufen; 1850 seien 
diese Zahlen auf 501 und 514 Mill, gestiegen und der Schuldenstand 
sei von 1310 auf 1482 Mill, angewachsen gewesen. Die Richtigkeit 
dieser Aufstellung angenommen, kommt das damalige AHssverhältniss 
doch keineswegs dem jetzigen gleich. Im Uebrigen finden wir in den 
einzelnen frühem Staaten folg. Hauptmomente, woraus ersichtlich, dass 
in dem sardin. Königreich die schlimmste Finanzwirthschaft stattfand. 
a) Königreich Sardinien. Vor der franz. Revolution schätzte 
man die Einkünfte auf 17 Mill. Lire, wozu die Insçl Sardinien brutto 
eine Million, netto aber nur 200,000 beitrug. 1816 nahm man die Ein 
künfte zu 48, den Bedarf zu 56 Mill. an. Nach Unterdrückung der Re-
	        
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