Die Freiheitskriege: 1809, 1813.
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tangenen Franzosen nach Salzburg abführten, fing Speckbacher
aus Hall bei Innsbruck, nun der bäuerliche Kommandant des
Unterinntals, die letzten Bayern noch vor Kufstein ab und hielt
am Ausgange des Tales Wacht gegen die bayrische Grenze.
Den Freiheitskämpfen Tirols aber folgte eine volle Wieder⸗
herstellung der ererbten Verfassung; ein engerer Landesausschuß
us den vier Ständen übernahm in Brixen die alte Regierung
hes Landes und die Verteidigung des alten Rechtes.
Natürlich waren aber diese Ereignisse von günstiger Wir⸗
kung auf den Feldzug der Kaiserlichen in Italien; die rechte
Flanke erschien jetzt gedeckt, zumal Chasteler wieder über den
Brenner ging und zu Roveredo an der Brennerstraße, zwischen
Bozen und Trient, Stellung nahm.
Erzherzog Johann war inzwischen, am 11. April, mit
seiner ganzen Armee von Kärnten durch den Predilpaß ins
Friaul hin vorgebrochen und hatte am 16. April das ihm ent—
gegenstehende Heer bei Fontana Fredda gründlich geschlagen.
So war es ihm denn leicht, über Belluno und Feltre die Ver⸗
bindung mit Chasteler herzustellen; als nächstes Ziel der Vor⸗
wärtsbewegung ergab sich damit Verona, und schon schienen
die Franzosen infolge für sie ungünstiger Gefechte vom 29. und
30. April die Etschlinie aufzugeben.
Da erhielt der Erzherzog Nachricht von dem traurigen
Ausgange der österreichischen Offensive nördlich der Alpen; er
wußte seinen Bruder auf dem Rückzuge nach Böhmen und
iber Böhmen nach Wien und hörte von Chasteler, daß starke
französische Truppenmassen sich den Inn hinauf Nordtirol zu⸗
wendeten: so daß Chasteler sich genötigt sähe, die Rechts⸗
deckung der italienischen Armee aufzugeben und wieder über
den Brenner zurück nach Norden zu ziehen.
Bereits durch diese Ereignisse war jeder weitere Vormarsch
des Erzherzogs in Frage gestellt. Unmöglich gemacht wurde
er angesichts der großen Verstärkungen, die der ihm gegenüber⸗
stehende Vizekönig erhielt, und infolge der Nachricht, daß aus
Dalmatien ein feindliches Heer unter Marmont gegen Inner—