Fünftes Kapitel.
Weitere Kämpfe gegen Frankreich; Wiener
Kongreß; Heilige Allianz.
In alttestamentlichen Worten hat Ernst Moritz Arndt in
einem Zusatzkapitel zu seinem „Katechismus für den deutschen
Kriegs⸗ und Wehrmann“ die große sieghafte Zeit von 1818
geschildert:
„Er ist erwacht, der deutsche Löwe, er hat sich aufgerafft in seiner
freudigen Kraft und hat die Bande zerrissen, womit der welsche Fuchs den
Schlafenden umsponnen.
„Und Gott der Herr selbst hat für die Redlichen gestritten und den
Kindern der Freiheit mit Eisen die Seele gefüllt, daß nicht sie zagten in
der grimmen Gefahr und den Tod umarmten, wie der Bräutigam die
Braut umarmt.
„Und er blies ihnen Demut und Liebe in das Herz und den Glauben,
die unerschütterliche Mauer des Sieges.
„Und wie sie auszogen in den heiligen Krieg, geschmückt mit dem
Zeichen der Erlösung, mit dem Kreuze, so war ihnen auch himmlische Ge—
wpalt in dem Herzen und in dem Schwert.
„Und sie zerstäubten die Tyrannei, wie man Spreu zerstäubt, und
verwehten die Lüge, wie der Sturmwind die Stoppeln verweht.“
So hatte die Nation in ihren besten Söhnen gewirkt;
und dies war die Ansicht der besten Söhne der Nation von
diesem Wirken.
Aber die „entscheidenden Stellen“ fühlten und dachten
anders.