II.
Es ist früher erzählt worden, wie Napoleon, freilich schon
unter dem Einflusse seiner schweren und schmerzhaften Krankheit,
bor und während des Krieges von 1866 in einer kopflosen
Politik in die Verhandlungen zwischen Österreich und Preußen
eingriff; wie er dann, nachdem er vergeblich von österreichischer
Seite Versprechungen erhalten hatte, welche Landabtretungen am
linken Rheinufer zur Folge hätte haben können, schließlich den
Versuch machte, dem —F 00 fallen.
Demgegenüber hatte dann Bismarck, um vor weiteren
Anfällen Napoleons sicher zu sein, am 26. Juli 1866 rasch die
preußisch⸗ österreichischen Friedenspräliminarien unterzeichnet.
Allein Rapoleon ruhte auch danach noch nicht in seinen Erwerbs—
absichten, und er konnte eine Zeitlang erwarten, daß sich auch
Rußland bei dem Geschehenen nicht beruhigen und mit ihm auf
einen Kongreß zur Revision der Friedenspräliminarien drängen
würde. Das geschah nun allerdings nicht, da England die
Erstarkung Preußens freundlich begrüßte. In Frankreich aber
forderte die öffentliche Meinung nach wie vor als „legitimes
Begehren“ und „Rache für Sadowa“ Kompensationen; und
Napoleon suchte ihr durch irgendeinen Landerwerb genug zu
tun. Schon am 28. Juli 1866 forderte er daher in Paris
von Goltz Landau und Luxemburg; und am 8. August legte
Benedetti jene Kompensationsforderungen wirklich vor, die schon
am 26. Juli erfolglos in Aussicht gestellt worden waren. Sie
waren aber noch äußerst bescheiden gegenüber den Forderungen,
die bald darauf gestellt wurden.
Am 29. Juli nämlich ließ sich Napoleon von seinem
Minister Drouyn de l'Huys, hinter dem die Kaiserin Eugenie