Vorwort.
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nicht diese selbst in ihrem ruhigen Eintauchen in den Strom
des Geschehenen kann gegeben werden. Um so mehr aber
eignen sich diese Bände zu längeren geschichtlichen Rückblicken
und auch zu mancher allgemeineren geschichtlich vergleichenden
Betrachtung: ja solche Betrachtungen und Rückblicke sind not—
wendig, soll der Stoff tiefere Bedeutung und historischen
Charakter erhalten. Hieraus folgt, daß auch jeder dieser Bände
in sich abgeschlossen und an und für sich verständlich ist,
so daß es zu seiner Lektüre keiner stärkeren historischen Vor—
kenntnis oder gar der Vorkenntnis der früheren Bände der
Deutschen Geschichte“ bedarf.
Daß im übrigen gerade der jetzt vorgelegte Band in vieler
Hinsicht ein Wagnis bedeutet, habe ich keinen Augenblick
verkannt. Ohne Frage giebt es viele Zeitgenossen, die
einzelne Teile des dargestellten Stoffes, und auch gewiß eine
große Anzahl, die das Ganze weit besser kennen als ich. Es
wird daher leicht sein, mir hier und dort Ungenauigkeiten, ja
auch Fehler nachzuweisen: so wie es immer Leute geben wird,
in deren Augen mein Buch mit dem Nachweis solcher Fehler
gerichtet ist. Aber ich erkläre ganz offen, daß ich für solche
Leser nicht geschrieben habe. Das, worauf es mir ankommt,
liegt nach anderer Richtung. Ich habe den Versuch machen
wollen, zunächst mich selbst, dann die Zeitgenossen, die dafür
ein Bedürfnis empfinden, über den inneren Zusammen—
hang der wichtigeren historischen Erscheinungen unserer Zeit
zu unterrichten, zu unterrichten an der Hand einer geschicht—
lichen Erfahrung, wie sie, wenigstens für den im Verhältnis zu
allem Geschehenen freilich noch immer sehr bescheidenen Umkreis
der deutschen Geschichte, nicht jedem ohne weiteres zur Ver—
fügung steht und im ganzen und großen nur noch berufsmäßig
erworben werden kann. Sollte mir das gelungen sein, unter
vielen Unvollkommenheiten natürlich und unter manchen Schwie—
rigkeiten auch der Darstellung, deren Kleid einem noch im
Wachstum befindlichen Stoffe nur schwer bis zu vollem Sitzen
angepaßt werden kann, so wäre ich reichlich belohnt.