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Conkunst.
pomphafte Aufzüge ein; in der Pariser Bearbeitung des „Tann—⸗
häuser“ wurde gar das Zugeständnis einer Art von Ballet ge—
macht. Aber dennoch: die Form des „Kunstwerkes der Zukunft“
war wenigstens der Absicht, dem höchsten Wunsche des Meisters
nach gefunden.
Nach dem „Lohengrin“ hat Wagner lange Zeit in tastenden
Versuchen zu weiterem Aufstieg zugebracht; ein Wortdrama,
drei Tondramen wurden begonnen. Schließlich machte sich das
Bedürfnis nach Abklärung in schriftstellerischem Wirken Luft;
1849 erschien „Die Kunst und die Revolution“, 1830 ,Das Kunst⸗
werk der Zukunft“, „Kunst und Klima“, 1851 „Oper und Drama“,
„Eine Mitteilung an meine Freunde“. Dann folgten, in ge⸗—
ringen, fast nur dichterischen Anfängen über die fünfziger Jahre
rückwärts reichend, im ganzen in der zweiten Hälfte der fünfziger
Jahre empfangen und in sehr wichtigen Teilen mehrfach auch
erst in der Muße des zweiten längeren Schweizer Aufenthalts
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der reifen Periode Wagners. Was sie zunächst in ihrer all—
gemeinen Form — nicht schon in ihrer spezifisch musikalischen
Technik — von den Schöpfungen der vorhergehenden Periode
scheidet, das ist das entschiedene Abbrechen aller Brücken zur
alten Oper und der rastlose Zug zum Reinmenschlichen und
dadurch zur absoluten Verinnerlichung und Vereinfachung der
Handlung. Daraus ergiebt sich dann ohne weiteres eine strikt
symphonische Form, die mit dem Ganzen der Handlung ver—
knüpft wird, indem ihre Themen und Gegenthemen den Haupt—
momenten dieser entnommen werden. Der inneren Reife vor
allem wie auch zum Teil der Entstehung nach lassen sich da
nacheinander gruppieren „Meistersinger“, „Nibelungenring“,
Tristan und Isolde“ und „Parsifal“.
Die „Meistersinger von Nürnberg“ verhalten sich zu den
anderen Schöpfungen dieser zweiten Periode ähnlich wie der
„Rienzi“ zum „Fliegenden Holländer“, „Tannhäuser“ und
„Lohengrin“. Das neue Ideal schimmert durch, ist aber noch nicht
erreicht. Die ursprüngliche Absicht bei den „Meistersingern“ war,
einen bestimmten geschichtlichen Zustand humoristisch zu ironi—