Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

die Regionen gewaltigen gebieterischen Reichtums emporarbeiteten,
 taten vier andere berühmte Kapitalisten, deren
Laufbahnen miteinander verbunden waren, dasselbe im
fernen Westen.
Diese Gruppe bestand aus Collis P. Huntington, Leland
Stanford, Charles Crocker und Mark Hopkins. Sie bildeten
insofern eine ungewöhnliche Kameradschaft, als sie lange
Zeit mit einer unter Eisenbahnkapitalisten nicht oft zu
findenden, beharrlichen Treue aneinander hingen. Das
war in der Tat eine so seltene Erscheinung, daß sie in
allererster Linie erwähnt zu werden verdient. Magnaten
wie Kommodore Vanderbilt und William H. Vanderbilt,
 Gould und Sage zogen es vor, alles allein zu machen,
da sie, mit dem bloßen Löwenanteil nicht zufrieden,
entschlossen waren, wenn möglich alles einzustecken;
sie waren Teilhabern gegenüber mißtrauisch und intole-Tant,
 ausgenommen wenn es die Zweckmäßigkeit anders
erforderte, und dann handelten sie mit ihnen gemeinschaftlich
 nur, um sie schließlich doch zu betrügen. In
dem Pacific-Quartett war auch jeder für sich eine starke
Persönlichkeit, aber sie hielten ihre Neigungen genügend
zurück, um ihre Interessen in einem gemeinsamen harmonischen
 Ziel zu verschmelzen. Ja noch mehr: sie erwogen
scharfsinnig, wofür jeder einzelne besonders geeignet sei,
setzten die Pflichten nach dieser persönlichen Schätzung
fest und teilten die Beute mit einem gewissen Anflug von
Ehrlichkeit.
Soweit Eisenbahnmagnaten in Betracht kamen, war dies
zu ihrer Zeit ein bemerkenswerter Zug.

Die Zusammenarbeit von vier Männern

Kurz, diese Gruppe zeichnete sich durch eine Art intelli-Eenter
 Zusammenarbeit aus. Diesem Umstande verdankten
sie bis zu einem gewissen Grade ihren raschen Erfolg 'in
Erlangung großen Reichtums, ohne sich durch Zwischen-Stadien
 durchschleppen zu müssen. Sie gehörten zu den
ersten Magnaten, die die Vorzüglichkeit des Prinzips

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