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auch wie Gould und Sage, eine Schar vertrauensvoller
Geldanleger.
Huntington und seine Gesellschafter, die man zuerst als
öffentliche Wohltäter gepriesen hatte, wurden, als das Volk
die enormen Betrügereien, die sie begangen hatten, erkannte,
den heftigsten Anklagen unterworfen. Denn die Betrü-
gereien, über die hier kurz berichtet worden ist, bildeten
nur einen Teil. Es ist kaum nötig, sich in die vielen
gewundenen und irreführenden Details zu vertiefen; wie
sie, um sich ihren Verpflichtungen zu entziehen, zu ge-
schickten Ausflüchten ihre Zuflucht nahmen und die Re-
gierung betrogen; wie sie Staaten und Territorien be-
stachen und beherrschten und einen Besitz nach dem andern
in ihre Gewalt brachten; und wie sie durch ihre Beherrschung
der politischen Mache Repräsentanten und Senatoren nach
Washington schickten, als ob sie eben nur so Laufburschen
wären. Das Pacific-Quartett gehörte zu den ersten Magna-
ten, die öffentlich auftraten und selbst die politische Macht
ausübten, statt sie Anhängern anzuvertrauen. Um eins
seiner eigenen Mitglieder im Senat der Vereinigten Staaten
zu haben, damit es dort über seine Interessen wache, veran-
laßte das Quartett im Jahre 1887 die gesetzgebenden Körper-
schaften von Kalifornien, Stanford in den Senat zu wählen.
Hopkins starb im Jahre 1876, Crocker im Jahre 1888.
Sehr charakteristisch für die Eigentümlichkeiten der herr-
schenden Gesellschaft war die Art, wie ein Teil von Hopkins
Millionen verwendet wurde. Seine Witwe erbte seinen
Reichtum und heiratete wieder, und ein Teil ihrer Erbschaft
wurde zum Ankauf einer alteingeführten New Yorker
Zeitung verwendet. So sah man wieder, wie in Goulds Fall,
wie eine Zeitung aus gestohlenem Reichtum finanziert
wurde und wie die Erben jenes Reichtums bestimmten,
woraus die dem Publikum darzureichende moralische und
Politische Nahrung bestehen solle. Ein prächtiges, 2 Millio-
nen Dollar kostendes Landhaus in Great Barrington, Mass.,
ist ein dauerndes Zeugnis davon, wie einige andere von
Hopkins Millionen verwendet wurden. Crocker hinterließ
ein Vermögen, das nominell auf 40 Millionen Dollar ge-
schätzt wurde.