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öffentlichem Gelde gebaut worden, das den Kassen des
Staates New York und anderer Kreise und Stadtbezirke
in jenem Staate entnommen worden war. Von den 45 Millio-
nen Dollar, die dem Schatze des Staates New York für den
Bau von Eisenbahnen entzogen worden waren, ist wenig-
stens ı Million Dollar der Konstruktion der Albany- und
Susquehanna-Eisenbahn zugewendet worden.
Die üblichen Diebereien begleiteten ihren Bau; große
Summen wurden durch alle möglichen „Grabschereien““
gestohlen; und wie bei der Erie-Eisenbahn und vielen an-
deren Bahnen wurde der Staat um einen großen Teil seiner
Darlehen betrogen. Dann erhöhte die herrschende Kapita-
listengruppe das Aktienkapital der Albany und Susque-
hanna nominell und benutzte es zu Spekulationszwecken,
bis diese Kapitalisten durch andere verdrängt wurden,
die ihre Machenschaften in größerem Umfange wiederholten.
Der Hauptwert dieser Eisenbahn lag darin, daß sie mit dem
Kohlengrubengebiet von Pennsylvania in direkter Ver-
bindung stand,
Zwei konkurrierende Kapitalistenparteien stürzten jetzt
herbei, um sie in ihre Gewalt zu bekommen. Die eine
Gruppe wurde von Gould und Fisk geführt, die andere von
J. Pierpont Morgan. Die älteren Kapitalisten sahen mit
äußerstem Erstaunen, wie diese jungen Männer kühn um den
Besitz eines wertvollen Eisenbahnnetzes kämpften, an dessen
Bau keine der beiden Gruppen irgendeinen Anteil gehabt
hatte. Der alte Kommodore Vanderbilt sah es mit einer
Mischung von Bewunderung und Neid. Gould war erst
33 Jahre alt und Morgan 31. Jede Partei kaufte so viele
Aktien, wie sie konnte; Gould mit dem Ertrag seiner Dieb-
Stähle und Morgan möglicherweise mit dem Ertrag von
Unternehmungen von der Art des Flintenverkaufs zum
Beispiel. Die Wahlen der Aktionäre führten zu tumultuari-
schen Szenen; jede Partei beanspruchte die Wahl ihres
eigenen Direktoriums und beschuldigte die andere der gröb-
sten Betrügereien.
mm
hohem Maße durch das vom Staate bewilligte Geld unterstützt worden; die dafür
\usgegebenen Summen (1 Million Dollar alles in allem) erscheinen nicht in den
Hauptabrechnungen.“