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welcher Art Morgans „wirksames“ Vorgehen war; es wird
weiterhin in dieser Erzählung durch seine eigenen Worte und
Taten noch mehr beleuchtet werden.
Entgegen der so weit und so beständig verbreiteten Schil-
derung sind viele Kapitalisten nicht Männer von persön-
lichem Mut in dem Sinne, daß sie Mann gegen Mann ein-
ander gegenübertreten und es buchstäblich, wie man zu
sagen pflegt, einander „gehörig geben‘. Verschlagenheit,
Habgier, Niederträchtigkeit und Verrat, die das Geschäfts-
leben durchtränken und in der Tat die Grundlage eines
erfolgreichen Geschäftes sind, erzeugen sowohl physische
wie moralische Feigheit. Die Kapitalisten sind wohl fähig,
ihre Kämpfe durch Rechtsanwälte auskämpfen zu lassen,
aber den meisten von ihnen fehlt es infolge einer gewissen
Entartung an der Fähigkeit, auf andere Menschen einen
starken, direkten, persönlichen, männlichen Einfluß aus-
zuüben, wie ihn der kämpfende Seeräuberhäuptling alter
Tage auf seine Schar ausübte. Morgan bildete eine der
wenigen Ausnahmen. Verbunden mit seinem Reichtum
war bei ihm eine kraftvolle kriegerische Persönlichkeit,
eine ungeheure geistige und physische Lebenskraft; er war
ein Mann, der seinen Willen ebensosehr bloß durch brutale
Stärke wie durch Vernunftgründe durchsetzen konnte,
der durch Beweise überzeugen und, wenn es notwendig war,
durch Gewalt einschüchtern und in Schrecken versetzen
konnte.
Eine solche Verbindung im Verein mit Reichtum und
Erziehung (denn er hatte höhere Schulen besucht) und einer
vollständigen Kenntnis aller geschäftlichen Kniffe mußte
sich als unüberwindlich oder fast unüberwindlich erweisen.
Selbst seine durch eine unglückliche Entstellung des Ge-
Sichts hervorgerufene äußere Erscheinung vermehrte den
kraftvollen Eindruck und den Schrecken, den er einflößte.
Nicht unpassend nannte er seine Jacht The Corsair; er
war eine moderne, mit dem Gewande der Gegenwart be-
kleidete Verkörperung eines antiken Korsaren, dessen Eigen-
schaften sich neuen Verhältnissen angepaßt haben.