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verpfändete Grundstück zu erlangen, dessen Wert, als die
Hypothek gegeben wurde, 50000 Dollar betrug. Aber
andere Gläubiger hatten Rechtsansprüche an Sweet, und
Sweet beanspruchte die Summe von 12000 Dollar, die
ihm Wheeler & Co. als dreijährige Miete für das Waren-
haus schuldeten.
Wenn Sweet eine Klagebeantwortung erfolgreich ein-
brachte, konnte ein vollständiger Rechtsanspruch nicht er-
langt werden. Auch war es nötig, die anderen Gläubiger
zu täuschen und abzuschrecken. Um das ganze Grund-
stück in ihre Hand zu bekommen, sagte der Gerichtshof,
hielten es Wheeler, Sage & Slocum für notwendig, ge-
wisse Ansprüche aufzukaufen und weitere Arrangements
in heimlichem Einverständnis zu treffen. Sage teilte Whee-
ler und Slocum mit, daß dies geschehen könne, wenn man
Alexander Mitchell,. der Sweets Verteidigung in der
Hand hatte, für 10 000 Dollar aufkaufte. Der Bericht des
Gerichtshofes fährt fort:
„Sage war autorisiert, den Vertrag abzuschließen und
Wheeler und Slocum den ihnen zukommenden Anteil in
den Büchern der Firma in Rechnung zu stellen. Derselbe
Vertrag oder ein ähnlicher wurde von Sage mit Mitchell
gemacht und rechtskräftige Ansprüche daraufhin erworben.
Sage jedoch gab, ohne daß Wheeler es wußte,
diesen Vertrag auf und schloß mit Mitchell einen
zu seinem eignen Vorteil ab. Das verpfändete Grund-
stück wurde verkauft, und Mitchell wurde der Käufer, in-
dem er Sage unter gewissen Bedingungen ein Drittel des
Anteils überließ; dies geschah, wie erwähnt, ohne Wheelers
und Slocums Wissen und mit Verletzung ihrer Rechte.
Die verpfändete Schuld wurde auf 24 000 Dollar fest-
gesetzt, und zwei Drittel dieser Summe von Sage an Whee-
ler und Slocum ausgezahlt, da dies, wie er (Sage) sagte,
das Beste sei, was man tun könne, und dies wurde auch
unter dieser Voraussetzung von Wheeler und Slocum an-
genommen*““‘1).
1) Ebenda Ss 619.